Spritze: Der Impfstoff muss nicht nur entwickelt, sondern auch verteilt werden.

SpezialfrachtEs fehlen Flugzeuge zur Verteilung der Corona-Impfung

Die Welt wartet auf einen Impfstoff gegen Covid-19. Allerdings wird die Verteilung eine riesige logistische Herausforderung - gerade in der Luftfahrt.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Rund um den Globus arbeiten Pharmafirmen an einem Covid-19-Impfstoff. Auch die Luftfahrt schaut gebannt auf die Forschung: Fast jede Prognose zur Erholung der Passagierzahlen basiert auf der Annahme, dass ein Impfstoff die Pandemie beendet.

Dabei stehen Luftfahrt- und Logistikfirmen auch selber vor einer riesigen Herausforderung: der Verteilung des künftigen Impfstoffs. «Wir sind nicht vorbereitet», sagt Neel Jones Shah, Topmanager des amerikanischen Speditionsunternehmens Flexport, laut der Nachrichtenagentur Bloomberg über die Branche. Der Grund: «Die Lieferketten für Impfstoff sind um ein Vielfaches komplexer als die für medizinische Schutzausrüstung.»

Problem ist die Kühlung

Material wie Gesichtsmasken oder Handschuhe könnten im Zweifel problemlos einige Tage in einem Flugzeug auf dem Vorfeld lagern, ohne dass sie Schaden nehmen würden, erklärt Jones Shah. Mit Impfstoff sei das Verteilung nicht möglich, ohne ihn zu zerstören. Entscheidend für die so wichtige wie sensible Fracht ist nämlich lückenlosen Kühlkette.

Ein großer Teil der Weltbevölkerung sei nicht an Lieferketten angeschlossen, «die bei diesen Temperaturen operieren», sagte kürzlich auch Paul Hudson, Chef des Pharmakonzerns Sanofi. In der Luftfahrt ist der Transport von Medikamenten generell mit höheren Anforderungen verbunden. Der Airline-Dachverband Iata vergibt dafür extra Zertifikate.

Frachtkapazität ist knapp

So sind von den 115 Frachthallen, in denen der weltgrösste Flughafendienstleister Swissport tätig ist, nur zehn zertifiziert. Dazu gehören etwa Brüssel, Madrid, Miami, Frankfurt, Boston und Basel-Mulhouse. Dazu kommt die Frage nach den verfügbaren Kapazitäten in der Luft. «Reine Frachtflugzeuge sind zur Mangelware geworden», sagt Swissport-Sprecher Christoph Meier gegenüber der Zeitung Tagesanzeiger.

Denn auch abseits von Fragen wie denen der Kühlung und Zertifizierung ist schon normale Cargokapazität derzeit rar, da viele Passagierflieger nicht abheben, die sonst auch Fracht mitnehmen. «Aktuell sind die Luftfrachtraten sehr volatil. Gerade aufgrund der hohen Nachfrage können sich Preise ständig und in kürzester Zeit ändern», sagte ein Branchenkenner kürzlich zu aeroTELEGRAPH. Das macht eine frühzeitige Planung schwierig. Mit Blick auf den Impfstoff gibt es zudem viele weitere offene Fragen, die eine Vorbereitung erschweren, etwa die Frage, wo er hergestellt wird.

Mehr zum Thema

Frachtcontainer vor einer Boeing 767: Frachtkapazitäten brachen mit dem Wegfall von Passagierfliegern weg.

Preise am Luftfrachtmarkt spielen verrückt

Provisorische Frachtkabine in einem Passagierflieger: Kartons statt Sitze.

Nachfrage nach Prachtern hat wohl Höhepunkt erreicht

Aerolineas Argentinas: Die Airline ist seit 13 Jahren wieder in staatlicher Hand.

Aerolineas Argentinas will Frachtflieger

ticker-fracht-cargo

Globaler Luftfrachtmarkt wuchs 2025 - nur Nordamerika im Minus

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies