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Neues Terminal

Bahrain modernisiert seinen Flughafen

Das Königreich im Persischen Golf baut ein neues Terminal für seinen Flughafen. Dabei holt sich Bahrain Rat aus Frankreich und Deutschland.

Fraport

Grafik des neuen Terminals am Bahrain Airport: Der Flughafen Frankfurt berät den Inselstaat.

Für Bahrains Luftfahrt liegt die Messlatte hoch. Im Persischen Golf gelegen, hat der Inselstaat mit Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten zwei Staaten vor seiner Haustür, die sich große staatliche Fluglinien leisten und große Drehkreuze als Brücke zwischen Asien und Europa betreiben. Da mithalten will man in Bahrain zwar nicht. Doch auch der Kleinstaat mit der Größe von Hamburg will seine Luftfahrtbranche für die Zukunft fit trimmen.

Als Teil eines groß angelegten Entwicklungsplans des Landes wird am Bahrain International Airport ein neues Terminal gebaut. Es soll im kommenden Herbst den Betrieb aufnehmen und für ausreichend Kapazitäten am einzigen Flughafen des Landes sorgen. Das aktuelle Terminal fertigte im Jahr bis zu neun Millionen Passagiere ab. Mit dem neuen Gebäude wird der Airport auf 14 Millionen ausgelegt und dabei vier Mal mehr Platz bieten. Mit der Eröffnung wird das alte Terminal außer Betrieb genommen. Zudem werden dann neue Wartungseinrichtungen samt Hangars gebaut und das Vorfeld sowie die Rollwege erneuert.

Baubeginn vor drei Jahren

2014 wurde der Auftrag zum Entwurf des neuen Gebäudes an die französische Generalunternehmung ADP Ingénierie vergeben, die unter anderem für den neuen Airport von Peking das größte Terminal der Welt entworfen hat und eine Tochter der Pariser Flughafenbetreiberin ADP ist. Im Frühjahr 2016 begannen die Bauarbeiten an dem Projekt, das insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar kosten soll. Nach wie vor liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Im vergangenen April hat die private Flughafenbetreibergesellschaft bereits Probeläufe unternommen und den Betrieb des neuen Terminals getestet. Einen Monat zuvor habe man bereits begonnen, Mitarbeiter für den Betrieb der neuen Anlangen zu schulen, schreibt das Fachjournal Construction Week Online. Mit biometrischen Passkontrolle-Stationen soll jedoch auf modernste Technik gesetzt werden, die ohne Personal die Gesichter, Augen und Fingerabdrücke von Reisenden ablesen und speichern kann.

Rat aus Frankfurt

Damit die Eröffnung reibungslos klappt, greift Bahrain auch auf Erfahrung aus Deutschland zurück. Seit zwei Jahren ist der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport beratend am Projekt beteiligt. Er hilft vor allem beim Terminal-Umzug. Größte Nutzerin des Bahrain International Airport ist die staatliche Gulf Air.



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