Visualisierte Boeing 737 Max für Ruili Airlines: Avic Leasing ist raus aus dem Deal.

Chinesische LeasingfirmaAvic hat keine Bestellungen mehr im Westen

Die Leasingfirma aus Shanghai hat ihre letzte Boeing-Order storniert und erwartet keine Airbus-Jets mehr. Auch bei den Kunden will Avic Leasing sich auf China konzentrieren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Fokus auf das eigene Land: Das chinesische Leasingunternehmen Avic Leasing hat keine offenen Orders mehr bei Airbus und Boeing. «Wir hatten eine Max-Bestellung bei Boeing, aber die ist nun storniert», sagt der stellvertretende Generaldirektor Jun Li gegenüber dem Magazin Air Finance Journal. Man habe auch keine ausstehenden Orders bei Airbus.

Avic Leasing hatte 2015 zusammen Minsheng Financial Leasing für die chinesische Ruili Airlines eine Order über 60 Boeing 737 Max platziert. Mittlerweile finden sich im Orderbuch des Flugzeugherstellers nur noch Bestellungen für 36 Boeing 737 Max für Ruili Airlines.

60 Flieger bei Comac bestellt

«Wir konzentrieren uns auf unseren chinesischen Hersteller», so Jun Li weiter. Man habe offene Orders bei heimischen Flugzeugbauer Comac: «Wir haben 30 ARJ21 und 30 C919 bestellt.» Drei Comac ARJ21 habe man bereits ausgeliefert, eine an Air China, zwei an Chengdu Airlines. Avic Leasings staatlicher Mutterkonzern Avic ist auch an Comac beteiligt.

Bei den Kunden will Avic Leasing sich ebenfalls noch mehr auf chinesische Fluggesellschaften konzentrieren. Bei internationalen Kunden werde man die Finanzkraft genauer unter die Lupe nehmen, kündigt Jun Li an. Zwar sei man in den vergangenen Jahren nicht von großen Airline-Pleiten betroffen gewesen, habe jedoch vorzeitige Rückgaben von Flugzeugen erlebt und Anfragen für Zahlungsaufschub erhalten.

Staatliche Rückendeckung erwünscht

«Es gibt einen großen Unterschied zwischen Geschäften in Übersee und Geschäften in China, vor allem bei Zahlungsausfällen, der Rücknahme von Flugzeugen und Rechtsstreitigkeiten», sagt Jun Li. Im Ausland bevorzuge man Kunden mit staatlicher Rückendeckung, wie etwa Turkish Airlines. Avic Leasing gehören derzeit rund 300 Flugzeuge, davon etwa 200 Verkehrsflugzeuge und 100 Flieger der Allgemeinen Luftfahrt.

Mehr zum Thema

Donghai Airlines: Hat 25 Boeing 737 Max bestellt.

China lässt Boeing bei 737 Max weiter zappeln

Boeing 737 Max in den Farben von Air China: bald darf sie wieder abheben.

Wird China zum Stolperstein für die Boeing 737 Max?

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies