Wizz-Air-Jet beim Start in Wien: Sucht den Erfolg in unterversorgten Märkten.

ÖsterreichWizz Air erklärt Kampf um Routen in Wien für beendet

Der Billigflieger musste in der Pandemie seine Strategie in Wien überdenken. Nun will Wizz Air sich mehr auf den Erfolg der Routen konzentrieren als auf den Konkurrenzkampf.

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Für Wizz-Air-Präsident Robert Carey steht eines fest: Im Vergleich zu den meisten europäischen Ländern hatte Österreich in den vergangenen beiden Jahren nicht nur die strengsten Covid-19-Regelungen, sondern auch die meisten Lockdowns zu verzeichnen. Daher habe der ungarische Billigflieger seine Strategie am österreichischen Markt neu überdacht und das Angebot auf die tatsächliche Nachfrage reduziert.

Aktuell bedient Wizz Air von ihrer Basis am Flughafen Wien aus mit vier Airbus A321 Neo 36 Destinationen in 24 Ländern. Seit ihrem Erstflug im Jahr 2018 nutzten hier rund fünf Millionen Passagiere das Angebot der Billigfluglinie, so Carey. Trotz einiger Aufs und Abs während der letzten beiden Jahre zeigt sich der Wizz-Air-Präsident recht zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Aktuell liege die Auslastung der Wien-Flüge bei rund 90 Prozent.

Ende der Verdrängungswettbewerbs

Der Wettbewerb sei am Standort Wien zuletzt zurückgegangen, dennoch habe sich der österreichische Markt nicht so schnell von der Krise erholt wie erhofft. Auf die künftige Strategie in Wien angesprochen sagt Carey, in der Vergangenheit habe man viele Destinationen gemeinsam mit den Mitbewerbern beflogen, dieses Spiel um Marktanteile habe aber ein Ende gefunden. Nun gehe es um den Erfolg auf den bedienten Strecken.

Zukünftig möchte sich Wizz Air ab Wien vermehrt auf unterversorgte Märkte in Europa, wie in etwa Griechenland, am Balkan oder im arabischen Raum konzentrieren. Gerade der arabische Raum habe sich zuletzt sehr erfreulich entwickelt, weshalb man sich dazu entschlossen habe, die Direktverbindung Wien - Abu Dhabi ganzjährig anzusteuern und neue Märkte wie Saudi-Arabien (Wien - Dammam) zu erschließen.

Vorerst keine Salzburg-Flüge

Ein Comeback der Billigfluglinie am Salzburger Flughafen scheint inzwischen in immer weitere Ferne zu rücken. Zwar möchte Wizz Air laut Carey wieder in die Mozartstadt zurückkehren, doch zuvor muss man sich der Markt erst wieder konsolidieren.

Generell möchte die Fluglinie sich am österreichischen Markt etwas breiter aufstellen. Daher schließt der Wizz-Air-Präsident bei einer entsprechenden Kostenstruktur auch den Anflug anderer Bundesländerflughäfen nicht dezidiert aus.

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