Riesig soll der neue Flughafen auf Boris Island werden...

Steht Heathrow vor dem Aus?

Bürgermeister Boris Johnson will bei der Themsemündung einen neuen Megaflughafen für London bauen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Isle of Grain in der Grafschaft von Kent liegt in der Nähe der Themsemündung. Heute noch ist es eine nette grüne Insel, auf der Kühe grasen und Bauern ihre Felder bestellen. Auf der Themse draußen kreuzen Windsurfer. Doch genau hier sollen bald im Minutentakt Flugzeuge starten und landen. Hier will Bürgermeister Boris Johnson den Thames Estuary Airport bauen. London braucht einen neuen Flughafen. Heathrow, Gatwick, Stansted, Luton und London City sind nicht mehr ausbaufähig. Trotz einer Auslastung von 99 Prozent wird auch Heathrow nicht mehr erweitert. Das hat der britische Premierminister David Cameron kürzlich entschieden. Doch um den wachsenden globalen Flugverkehr zu bewältigen, benötigt London dringend höhere Kapazitäten.

In letzter Zeit wird deshalb der Vorschlag des Londoner Bürgermeisters Boris Johnson, einen neuen Flughafen an der Themsemündung zu bauen, immer konkreter. Käme es zum Bau, würde das faktisch das Ende für Heathrow bedeuten. Mit den geplanten vier Start- und Landebahnen, wäre der neue Flughafen gegenüber dem bisher größten Londoner Flughafen im Londoner Osten im Vorteil. Denn er wäre 24 Stunden lang anfliegbar, da rundherum kaum Menschen wohnen. Cameron will nun im März die Planung von Boris Island, wie der Flughafen im Volke genannt wird, offiziell vorstellen. Dann wird auch ein Gesamtprogramm für den britischen Luftverkehr bekannt gegeben.

[gallery]

Laut Johnson kann Heathrow in Zukunft mit anderen europäischen Flughäfen wie Frankfurt oder Amsterdam nicht mehr mithalten. Hingegen wäre der neue Flughafen an der wenig besiedelten Themsemündung sehr günstig für Flüge Richtung Osten und nach Nordengland. Eine Anbindung an die Eisenbahnlinie des Eurostar wäre ebenfalls möglich und es könnten bis zu 150 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden. Das wäre doppelt so viel wie Heathrow momentan schafft. Architekt Norman Foster hat schon erste Entwürfe des Megaprojektes vorgestellt. Die Themsemündung müsste für das Projekt aber komplett umstrukturiert werden, um den Flughafen vor Überschwemmungen zu schützen. Die Kosten für das Bauvorhaben: rund 50 Milliarden Pfund.

Mehr zum Thema

ticker-london-gatwick-lgw

Gericht ebnet Weg für zweite Piste am Flughafen London-Gatwick

ticker-london-gatwick-lgw

Gegner der Erweiterung von London-Gatwick scheitern vor Gericht

Blick aus einem Airbus A321 von Condor: Bald auch in London möglich.

Condor baut eigenes Zubringernetz weiter aus

Flughafen Gatwick mit beiden Pisten: Die nördliche Piste wird bis 2030 verschoben.

Grünes Licht für zweite Piste in London-Gatwick

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg