Dreamliner von Norwegian: Die Airline fliegt mit der Boeing 787 auf der Langstrecke.

Norwegian Air InternationalIrland schießt gegen US-Airlines

Die Kritik an Norwegians irischer Tochter basiere auf Lügen, sagt der Chef der irischen Luftfahrtbehörde. Es sei nun an den amerikanischen Airlines, das wieder aufzuklären.

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Eamonn Brennan verliert langsam die Geduld. «Ehrlich gesagt bin ich ziemlich baff, mit was für einer Vehemenz man versucht, gesunden Wettbewerb zu verhindern», sagte der Chef der Irischen Luftfahrtbehörde Irish Aviation Authority dieser Tage bei der Generalversammlung des Weltluftfahrtverbands Iata. Er richtet die Kritik an die Regierung der USA, die sich immer noch ziert, Norwegian Air International eine Lizenz zu erteilen. Bisher ist die Genehmigung nur provisorisch.

Seit vor mittlerweile mehr als zwei Jahren bekannt wurde, dass Norwegian Air Shuttle mit ihrer irischen Tochter Billig-Langstreckenflüge von Europa in die USA anbieten will, schießen sowohl Konkurrenten als auch Gewerkschaften aus den USA gegen die Fluggesellschaft. Die atypischen Anstellungsverhältnisse bei Norwegian stoßen den Piloten sauer auf, weil Die Airline dadurch einen Kostenvorteil hat, beschweren sich auch Konkurrenten – die Gewerkschaft von Southwest ging sogar so weit, die Sicherheit bei Norwegian Air International zu bemängeln.

Nach höchsten Standards reguliert

«Das sind Lügen», so Brennan. Norwegian sei nach höchsten Standards reguliert, fliege mit brandneuen Boeing 787 Dreamliner und erfülle die hohen Standards der irischen Behörden zur vollsten Zufriedenheit. Brennan fordert daher die Fluggesellschaften in Amerika auf, sich zu Wort zu melden. «Es muss klar gemacht werden, dass hier Lügen erzählt wurden und die Fluglinien müssen eingreifen.»

Die Kritik aus den USA erklärt Brennan mit Angst. «Es ist ein neues Modell, ein spannendes Modell, das man so noch nicht kennt.» Die amerikanischen Airlines, so der Behördenchef, würden sich immer noch darauf ausruhen, dass sie lange nicht wirklich viel Wettbewerber mit solchen neuen Ideen hatten. Er vergleicht die Kampagne gegen Norwegian Air International mit der, die die großen US-Fliggesellschaften schon lange gegen die Golfanbieter fahren. Auch dort bemängeln vor allem Delta, American und United unfairen Wettbewerb.

Auch Aer Lingus begrüßt die Konkurrenz

Es gibt aber auch Norwegian-Konkurrenten, die die neue Konkurrenz begrüßen – und sogar einen, dessen Geschäftsmodell dem von Norwegian sehr ähnlich ist. Aer-Lingus-Chef Stephen Kavanagh sprang bei dem Treffen ebenfalls für Norwegian Air International in die Bresche. «Neue Konkurrenz zwingt uns immer uns neu zu erfinden», so so der Manager. Und das habe in der Vergangenheit immer gute Ergebnisse gehabt.

Durch Ryanair etwa sei man gezwungen gewesen, sein Geschäftsmodell zu überarbeiten und das habe zu großen Erfolgen geführt. «Hätte es Ryanair nicht gegeben, man hätte es erfinden müssen», scherzt Kavanagh.

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