Flaggen der Asean-Staaten: Die Länder öffnen ihren Luftraum füreinander.

Open SkySüdostasiatische Länder öffnen ihren Himmel

Die Asean-Länder geben ihre Lufträume gegenseitig frei. Passagiere und Billigairlines werden von dem Deal profitieren – vorausgesetzt, die Flughäfen können die steigenden Passagierzahlen bewältigen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die zehn Länder des Verbandes Südostasiatischer Nationen Asean haben einen Meilenstein für die Luftfahrt gesetzt. Künftig dürfen ihre Fluggesellschaften, die gewisse Sicherheitsstandards erfüllen, von ihren Heimatländern aus jede Stadt frei anfliegen. Solange Flughäfen genügend Landeslots anbieten, ist die Zahl der Flüge der Asean-Airlines unlimitiert. Einzig Indonesien macht unter Vorbehalt mit: Das Land öffnet nur die Flughäfen in Jakarta, Bali, Surabaya, Nord Sumatra und Süd Sulawesi für den Deal.

«Die sind hervorragende Nachrichten für Reisende», kommentiert Alan Tan von der National University of Singapore in der Zeitung Straits Times. «Sie können sich auf mehr Flüge zu niedrigeren Preisen freuen», so der Professor für Luftfahrtrecht. Als Gewinner gelten auch die Billiganbieter wie Air Asia, Tigerair und Cebu Pacific, deren Geschäftsmodelle perfekt auf die Region abgestimmt sind, wo kein Flughafen mehr als ein paar Stunden vom anderen entfernt ist.

Flughafen-Landeslots limitieren die Open-Skies -Vereinbarung

Schon heute werden sechs von zehn Zielen innerhalb der Asean-Region von Billiganbietern bedient. Bis dato sind die Airlines an bilaterale Deals zwischen ihren Regierungen gebunden, die vorschreiben, wie viele Flüge und wie große Flugzeuge sie anbieten beziehungsweise nutzen können. Oft sorgen Ängste, dass einheimische Anbieter nicht effektiv mit billigeren ausländischen Konkurrenten mithalten können, dabei für Protektionismus.

Wie weitreichend der Deal für die Praxis ist, wird allerdings von den Flughäfen entschieden. Schon heute operieren die Flughäfen in Jakarta und Manila an der Kapazitätsgrenze. «Wenn die Flughäfen nicht zügig expandieren, ist der Vertrag bedeutungslos», sagt Tan.

Fünfte Freiheit noch ausgeschlossen

Dass die Asean-Staaten künftig als ein Luftraum statt zehn nationale Lufträume behandelt wird, wird für mehr direkte und kürzere Flüge in der Region sorgen und Fluggesellschaften erlauben, effizienter zu agieren. Der ultimative freie Himmel bleibt allerdings noch immer unerreicht. Noch dürfen Asean-Airlines auf dem Weg zu einem Ziel in einem anderen Land in einem Drittland keine Passagiere absetzen und aufnehmen. Die fünfte Freiheit ist von der neuen Regelung ausgenommen.

Mehr zum Thema

ticker-singapur-sin

Flughafen Singapur plant neues Privatterminal

ticker-singapur-sin

Flughafen Singapur-Changi zählte 2025 erstmals mehr als 70 Millionen Passagiere

ticker-singapur

Optimierte Routen verkürzen Flugzeiten von Singapur nach Australien und Neuseeland

Singapur-Dollar: Wer im Stadtstaat abfliegt, muss künftig zahlen.

Singapur besteuert Flugtickets – für mehr Nachhaltigkeit

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack