Flaggen der Asean-Staaten: Die Länder öffnen ihren Luftraum füreinander.

Open SkySüdostasiatische Länder öffnen ihren Himmel

Die Asean-Länder geben ihre Lufträume gegenseitig frei. Passagiere und Billigairlines werden von dem Deal profitieren – vorausgesetzt, die Flughäfen können die steigenden Passagierzahlen bewältigen.

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Luftfahrt

Die zehn Länder des Verbandes Südostasiatischer Nationen Asean haben einen Meilenstein für die Luftfahrt gesetzt. Künftig dürfen ihre Fluggesellschaften, die gewisse Sicherheitsstandards erfüllen, von ihren Heimatländern aus jede Stadt frei anfliegen. Solange Flughäfen genügend Landeslots anbieten, ist die Zahl der Flüge der Asean-Airlines unlimitiert. Einzig Indonesien macht unter Vorbehalt mit: Das Land öffnet nur die Flughäfen in Jakarta, Bali, Surabaya, Nord Sumatra und Süd Sulawesi für den Deal.

«Die sind hervorragende Nachrichten für Reisende», kommentiert Alan Tan von der National University of Singapore in der Zeitung Straits Times. «Sie können sich auf mehr Flüge zu niedrigeren Preisen freuen», so der Professor für Luftfahrtrecht. Als Gewinner gelten auch die Billiganbieter wie Air Asia, Tigerair und Cebu Pacific, deren Geschäftsmodelle perfekt auf die Region abgestimmt sind, wo kein Flughafen mehr als ein paar Stunden vom anderen entfernt ist.

Flughafen-Landeslots limitieren die Open-Skies -Vereinbarung

Schon heute werden sechs von zehn Zielen innerhalb der Asean-Region von Billiganbietern bedient. Bis dato sind die Airlines an bilaterale Deals zwischen ihren Regierungen gebunden, die vorschreiben, wie viele Flüge und wie große Flugzeuge sie anbieten beziehungsweise nutzen können. Oft sorgen Ängste, dass einheimische Anbieter nicht effektiv mit billigeren ausländischen Konkurrenten mithalten können, dabei für Protektionismus.

Wie weitreichend der Deal für die Praxis ist, wird allerdings von den Flughäfen entschieden. Schon heute operieren die Flughäfen in Jakarta und Manila an der Kapazitätsgrenze. «Wenn die Flughäfen nicht zügig expandieren, ist der Vertrag bedeutungslos», sagt Tan.

Fünfte Freiheit noch ausgeschlossen

Dass die Asean-Staaten künftig als ein Luftraum statt zehn nationale Lufträume behandelt wird, wird für mehr direkte und kürzere Flüge in der Region sorgen und Fluggesellschaften erlauben, effizienter zu agieren. Der ultimative freie Himmel bleibt allerdings noch immer unerreicht. Noch dürfen Asean-Airlines auf dem Weg zu einem Ziel in einem anderen Land in einem Drittland keine Passagiere absetzen und aufnehmen. Die fünfte Freiheit ist von der neuen Regelung ausgenommen.

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