A320 von Indigo: Nur einen Flugzeugtypen in der Flotte.

Was Indigo richtig macht

Mit großer Mühe halten sich indische Airlines über Wasser - mit einer Ausnahme. Der Indigo-Chef hat prominente Vorbilder.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es scheint ganz einfach: «Wir bleiben einfach bei unserem Geschäftsmodell.» So erklärt Indigo-Präsident Aditya Ghosh, wie seine Airline es schafft, der Konkurrenz in Indien einen großen Schritt voraus zu sein. «Unsere Flieger sind pünktlich, das Reiseerlebnis angenehm und unsere Preise sind konsequent niedriger als die der Konkurrenz», so der 36-Jährige gegenüber der Wirtschaftszeitung Financial Times. Und das ist in Indien momentan eine ziemliche Leistung. Mit Ausnahme von Indigo schreiben alle sechs großen Anbieter (Air India, Go, Indigo, Jet Airways, Kingfisher und Spicejet) hohe Verluste. Steuern und hohe Treibstoffkosten und ein ruinöser Preiskrieg drücken sie in die roten Zahlen. Allein die Ausgaben für Treibstoff machen in Indien über 40 Prozent der variablen Kosten aus. Ein Grund dafür ist auch die schwache Rupie. Durch den Wechselkurs wird der importierte Treibstoff zusätzlich teurer. Hinzu kommen überhöhte Steuern auf dem Kerosin. Und auch andere Kosten, wie etwa die Wartung, gehen dadurch in die Höhe. Rund 70 Prozent der Ausgaben indischer Airlines werden in Dollar abgerechnet.

Auch wenn die Regierung nun den Markt für ausländische Investoren öffnen will und mit weiteren Lockerungen den Airlines aus der Krise zu helfen versucht - so richtig kann sich niemand aufrappeln. Eine Negativschlagzeile jagt die andere - streikende Piloten, ausgefallene Flüge, Groundings. Neben Indiens Nationalairline Air India hat vor allem auch Kingfisher zu kämpfen. Seit Jahren schreibt die Gesellschaft aus dem gleichnamigen Bierkonzerns rote Zahlen. Auch an Marktanteil musste die Fluggesellschaft daher massiv einbüßen - zu Gunsten auch von Indigo. Sie rutschte vom zweiten auf den dritten Platz ab und liegt nun erstmals hinter den Billigfliegern Jet Airways und Indigo. Indiens einst allmächtige Nationalairline Air India liegt nur noch auf dem vierten Platz.

Eigentlich simpel

Vielleicht könnten sich die schwächelnden Konkurrenten etwas von Indigo abgucken. Denn eigentlich hört sich die Strategie ziemlich simpel an: Sich auf die profitabelsten Destinationen festlegen, niedrige Preise durch niedrige Kosten rechtfertigen - unter anderem dadurch, dass nur ein Flugzeugtyp genutzt wird. Bei Indigo ist das der Airbus A320. 56 davon fliegen momentan mit der Bemalung, doch die Flotte soll sich massiv vergrößern. 180 A320Neo hat die Airline bereits bestellt. Mit dieser «Stick-to-the-basics»-Strategie, wie Ghosh sie nennt, orientiert er sich an prominenten Beispielen. Auch die irische Ryanair, Easyjet und Amerikas Billigfluglinie Southwest haben sie gewählt.

Dass sie greift, beweisen die Zahlen. Die 56 Flieger erreichen auf 26 Routen einen Marktanteil von 21.9 Prozent - ungefähr genausoviel wie Billigkonkurrent Jet Airways, der mit 100 Fliegern 60 Routen bedient. Was die Reisenden zu IndiGo zieht ist zum einen die Pünktlichkeit. Wie die indische Luftfahrtbehörde DCGA errechnet hat, starten 96 Prozent der Flieger auf den Mumbai- und Delhi-Routen nach Plan. Bei Jet Airways sind es gerade mal 84 Prozent. Kingfisher fliegt mit 56 Prozent bereits in einer ganz anderen Liga. Aber auch der Service an Bord und die schicken Uniformen der Flugbegleiterinnen ziehen vor allem Geschäftsreisende zunehmend zu Indigo. «Sie sind definitiv auf dem Weg, Indiens Southwest zu werden», so ein Analyst gegenüber der Financial Times. Trotzdem solle man die Schwierigkeiten im Markt nicht unterschätzen. «Ob sie das also wirklich schaffen, wird sich mit der Zeit noch zeigen.»

Mehr zum Thema

Airbus A320 Air India Delhi

Indische Flughäfen müssen Gebühren für Inlandsflüge um ein Viertel senken

ticker-indigo

Indigo startet neue Flüge zwischen Delhi und Colombo

ticker-indigo

Indigo führt wegen teurem Kerosin Treibstoffzuschlag ein

ticker-indigo

Indigo erreicht Marke von über 1000 Pilotinnen

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg