Flughafen Stockholm Arlanda: Die Passagierzahlen dürften nach der Steuer sinken.

IataVerband warnt vor schwedischer Luftfahrtsteuer

Schweden führt 2018 eine neue Luftfahrtsteuer ein. Die Iata befürchtet, dass die Steuer der Luftfahrt und der Wirtschaft schaden wird. Ein Opfer gab es bereits.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Fluggesellschaften in Schweden blicken dem Jahr 2018 bang entgegen. Dann nämlich führt das skandinavische Land eine neue Luftfahrtsteuer ein. Und das heißt: Airlines müssen dann eine Gebühr von – je nach Fluglänge – bis zu 430 Schwedische Kronen (rund 45 Euro) pro Ticket zusätzlich zahlen. Der Weltluftfahrtverband hat sich nun zur neuen Steuer geäußert und sie hart kritisiert.

7500 Jobs, so die International Air Transport Association Iata in einer Mitteilung, seien durch die Steuer in Gefahr. Rund eine Million Passagiere pro Jahr werde es die schwedische Luftfahrtbranche kosten. Und auch die Wirtschaftsleistung des Landes werde leiden, teilt der Verband mit. Die Luftfahrt mache 4,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Das würde in der Folge laut den Berechnungen um fünf Milliarden Kronen tiefer ausfallen.

Opfer Bombardier

Ein erstes Opfer der neuen Steuer gab es denn auch tatsächlich schon: Die Bombardier C-Series. Die schwedische Airline-Gruppe Braathens hat eine Bestellung des neuen Fliegers vorerst auf Eis gelegt, weil sie für den Geschäftsgang wegen der Steuer nicht mehr so optimistisch ist.

Iata-Europaverantwortlicher Rafael Schvartzman kritisiert, die Steuer würde auch der Umwelt nicht wirklich etwas bringen. «Schweden sollte mit Partnern in der EU und der Welt zusammen arbeiten, um Emissionen zu verringern anstatt sich auf so gut wie ineffektive Maßnahmen zu verlassen, die Arbeitsplätze kosten und die Wirtschaft schwächen.»

Globale statt lokale Lösung

Gerade in der Luftfahrt sei eine globale Lösung wichtiger als eine auf ein einzelnes Land beschränkte Steuer. Schvartzman erklärt außerdem, dass der Verband einiges dafür tue, die Luftfahrt umweltfreundlicher zu machen. Sie sei der erste Sektor, der globale Emissionsziele gesetzt hat, wie etwa ein CO2-neutrales Wachstum ab 2020.

Mehr zum Thema

C-Series: Die Order von BRA liegt auf Eis.

BRA legt Bestellung für C-Series auf Eis

Tragfläche eines Flugzeugs: Die Luftfahrt will klimaneutral werden.

Jetzt gehts dem Begriff «Sustainable Aviation Fuel» an den Kragen

Vorfeldmitarbeiter beladen ein Flugzeug: Die Luftahrtbranche in Deutschland braucht Mitarbeitende aus dem Ausland.

Am Flughafen Frankfurt fehlen 12.000 Mitarbeitende

Geparkte Flieger in Teruel: Ob sie je wieder Linienflüge fliegen?

Corona knockt die Luftfahrt aus

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack