Dash 8 von Luxair: Mehr wie Lufthansa Regional werden

Turbulente Zeiten bei Luxair

2012 war erneut ein schlechtes Jahr für Luxair. Die Fluggesellschaft steht auf der Kippe. Nun steht ein massives Sparprogramm an.

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Die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger wie Easyjet oder Vueling auf besonders beliebten Strecken und eine ineffiziente Kostenstruktur setzen Luxemburgs Nationalairline zu. 2012 verbuchte sie einen massiven Verlust von 19 Millionen Euro. Im Großherzogtum herrscht deswegen Krisenstimmung. Denn auch die Muttergesellschaft Luxair Group, zu der neben der Linienfluggesellschaft ein Fracht- und Tourismusbereich gehört, ist angeschlagen. Sie musste letztes Jahr einen Anteil an Cargolux von Qatar Airways übernehmen und ist in der Folge verpflichtet, Kapitalerhöhungen des Frachtriesen mitzumachen. Dadurch werden die Rücklagen aufgefressen. Eine defizitäre Fluglinie kann sie sich da nicht mehr lange leisten.

Um zu schauen, wie man Luxair wieder auf Kurs bringen kann, beauftragte das Management die Beratungsfirma Roland Berger mit der Überprüfung der Geschäfte. Das Urteil: Im Grunde sei das Geschäftsmodell solide, aber zugleich «extrem fragil». Zudem seien die Kosten zu hoch, zitiert der Radiosender RTL aus dem Bericht. So kostet die Beförderung eines angebotenen Platzes über einen Kilometer bei Luxair 18 Cent. Bei der Lufthansa sind es nur 12 Cent. Nur wenn man die Kosten in den Griff bekomme, so Roland Berger, habe die Fluglinie eine Zukunft.

Autonom bleiben

Deshalb muss nun gespart werden. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, die Kosten um jährlich 25 Millionen Euro zu senken. Luxair wolle aber weiterhin eine regionale und autonome Airline mit einem hohen Serviceangebot bleiben, so Präsident Paul Helmingergegenüber der Zeitung Luxemburger Wort. Man verlange «Opfer» von der Belegschaft. Doch Entlassungen soll es nicht geben. Insgesamt 80 Arbeitsplätze will Helminger abbauen, das allerdings durch natürliche Abgänge wie Pensionierungen. Daneben wird Luxair auch die 3-Typen-Flotte bereinigen, weil sie zu umfangreiche Kosten verursacht.

Bis 2020 hofft das Management die Fluglinie wettbewerbsfähig getrimmt zu haben. Man wolle gar zu einer maßgeblichen regionalen Fluggesellschaft in Europa werden, erklärt es. Dabei will sich Luxair unter anderem am Modell von Lufthansa Regional orientieren.

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