Flieger von Alas Uruguay: Die Airline will es besser machen als Pluna.

StreitStaatsfonds will Pleite von Alas Uruguay

Ein Staatsfonds fordert, dass Gerichte Alas Uruguay für bankrott erklären, und will Millionen von der Airline zurück. Die sieht das anders - und hofft auf einen Käufer.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am 21. Januar 2016 hob der erste Flug von Alas Uruguay ab: Gegründet von Ex-Mitarbeitern der pleitegegangenen Nationalairline Pluna sollte die neue Fluggesellschaft dem Land sprichwörtlich neue Flügel verleihen. Doch schon sechs Monate später kehrte Ernüchterung ein: Alas Uruguay reduziert die Flotte bereits wieder und gab eine von drei Boeing 737-300 an die Leasingfirma zurück. Der Grund: schwache Nachfrage. Im Herbst stellte die Airline dann den Betrieb ganz ein, die Luftfahrtbehörde signalisierte in einem Bericht, dass Alas Uruguay nicht mehr die Bedingungen für das Air Operator Certificate (AOC) erfülle.

Bis heute ist Alas Uruguay aber nicht insolvent. Und das ärgert den Staatsfonds Fondes, der die Fluggesellschaft zum Start mit einem Kredit von 15 Millionen US-Dollar unterstützt hatte. Fondes fordert nun von Gerichten, die Airline für insolvent zu erklären und will sein Geld zurück. Der Staatsfonds begründet dies damit, dass Alas vor mehr als den gesetzlich vorgesehenen 60 Tagen den Betrieb eingestellt habe und ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen könne.

Gibt es einen Interessenten?

Alas-Vizepräsident Nicolás de los Santos erklärte, die Airline habe mittlerweile zwar 20 Millionen Dollar Schulden, allerdings habe ihr die Luftfahrtbehörde das AOC letztlich nicht entzogen. Außerdem sei am Flughafen Montevideo immer noch ein Wartungsservice aktiv. 18 Angestellte würden noch für Alas arbeiten und dafür bezahlt werden, so Nicolás de los Santos. Die anderen Mitarbeiter seien wie von der Luftfahrtbehörde verlangt in der Arbeitslosenversicherung.

Die Fluggesellschaft ist laut eigenen Angaben auch ihren aktuellen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen und hat bisher keine Probleme mit Banken. Nicolás de los Santos sagte außerdem, es gäbe einen Interessenten für Alas Uruguay und daher sei die Fluggesellschaft noch lebensfähig.

Azul interessiert?

Ende 2016 war spekuliert worden, dass die Airline Azul aus Brasilien Alas und damit auch deren AOC übernehmen könnte, um Flugrechte in Uruguay zu erhalten und ein Drehkreuz in Montevideo zu eröffnen. Sollte es wirklich einen Interessenten geben, müsste nun wohl alles schnell gehen. Oder Alas Uruguay hofft auf eine für sie günstige Entscheidung des Gerichtes.

Mehr zum Thema

ticker-azul

Azul baut Flotte um drei Flieger aus - Airbus A321 P2F, A330 und Cessna Sky Courier eingeflottet

Embraer E195-E2 vom Azul: Die brasilianische Fluglinie ließ das Modell kurzzeitig ganz am Boden.

GPS-Probleme bei Embraer E2 treffen Airlines weltweit

ticker-azul

Azul holt erste Cessna Sky Courier von Texas nach Brasilien

ticker-azul

Azul wird offizielle Airline des Oktoberfests in Blumenau

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier