Flieger von Alas Uruguay: Die Airline will es besser machen als Pluna.

StreitStaatsfonds will Pleite von Alas Uruguay

Ein Staatsfonds fordert, dass Gerichte Alas Uruguay für bankrott erklären, und will Millionen von der Airline zurück. Die sieht das anders - und hofft auf einen Käufer.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
.

Verkehrsleiter vom Dienst (m/w/d)

Memmingen
Feste Anstellung
Flughafen Memmingen GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Am 21. Januar 2016 hob der erste Flug von Alas Uruguay ab: Gegründet von Ex-Mitarbeitern der pleitegegangenen Nationalairline Pluna sollte die neue Fluggesellschaft dem Land sprichwörtlich neue Flügel verleihen. Doch schon sechs Monate später kehrte Ernüchterung ein: Alas Uruguay reduziert die Flotte bereits wieder und gab eine von drei Boeing 737-300 an die Leasingfirma zurück. Der Grund: schwache Nachfrage. Im Herbst stellte die Airline dann den Betrieb ganz ein, die Luftfahrtbehörde signalisierte in einem Bericht, dass Alas Uruguay nicht mehr die Bedingungen für das Air Operator Certificate (AOC) erfülle.

Bis heute ist Alas Uruguay aber nicht insolvent. Und das ärgert den Staatsfonds Fondes, der die Fluggesellschaft zum Start mit einem Kredit von 15 Millionen US-Dollar unterstützt hatte. Fondes fordert nun von Gerichten, die Airline für insolvent zu erklären und will sein Geld zurück. Der Staatsfonds begründet dies damit, dass Alas vor mehr als den gesetzlich vorgesehenen 60 Tagen den Betrieb eingestellt habe und ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen könne.

Gibt es einen Interessenten?

Alas-Vizepräsident Nicolás de los Santos erklärte, die Airline habe mittlerweile zwar 20 Millionen Dollar Schulden, allerdings habe ihr die Luftfahrtbehörde das AOC letztlich nicht entzogen. Außerdem sei am Flughafen Montevideo immer noch ein Wartungsservice aktiv. 18 Angestellte würden noch für Alas arbeiten und dafür bezahlt werden, so Nicolás de los Santos. Die anderen Mitarbeiter seien wie von der Luftfahrtbehörde verlangt in der Arbeitslosenversicherung.

Die Fluggesellschaft ist laut eigenen Angaben auch ihren aktuellen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen und hat bisher keine Probleme mit Banken. Nicolás de los Santos sagte außerdem, es gäbe einen Interessenten für Alas Uruguay und daher sei die Fluggesellschaft noch lebensfähig.

Azul interessiert?

Ende 2016 war spekuliert worden, dass die Airline Azul aus Brasilien Alas und damit auch deren AOC übernehmen könnte, um Flugrechte in Uruguay zu erhalten und ein Drehkreuz in Montevideo zu eröffnen. Sollte es wirklich einen Interessenten geben, müsste nun wohl alles schnell gehen. Oder Alas Uruguay hofft auf eine für sie günstige Entscheidung des Gerichtes.

Mehr zum Thema

Grand Caravan 2008 mit Epic Nachrüstset: Azul Connecta wil ihre gesamte Flotte mit dem System ausstatten.

17 Kilo, die eine Cessna Caravan deutlich effizienter machen

ticker-azul

So stockt Azul im brasilianischen Sommer auf

ticker-azul

Azul übernimmt 35. Embraer E195-E2

ticker-gol-linhas-aereas

Azul, Gol und Latam: Kulanz nach Mega-Polizeieinsatz in Rio de Janeiro

Video

beond a319 red sea intermational airport
Der Red Sea International Airport in Saudi-Arabien hat durch Beond seine erste direkte Anbindung an Europa erhalten. Über den Flughafen sollen vor allem Luxus-Touristinnen und -Touristen ans Rote Meer reisen. Er hat einige Besonderheiten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
seattle delta alaska
Auf einer Blaubeerfarm im US-Bundesstaat Washington wurde vor zwei Wochen ein Leck an einer Pipeline entdeckt. Eine Lösung gibt es noch nicht. Und das spüren auf die Fluggesellschaften am Seattle-Tacoma International Airport.
Timo Nowack
Timo Nowack
flughafen koeln bonn vorfeld
Es sind absurde Versuche, noch ins Flugzeug zu gelangen: Am Wochenende hat es am Airport Köln/Bonn einen zweiten Vorfall gegeben, bei dem Reisende aufs Vorfeld rannten.
Timo Nowack
Timo Nowack