Rwandair vergrössert die Flotte mit dem CRJ-900

Rwandair hat Europa im Visier

Die ruandische Regierung hat große Pläne mit der eigenen Airline. Das langfristige Ziel ist es, Flüge nach Europa und China anzubieten.

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Die Flotte verdoppeln, den Gang an die Börse und Langstreckenflüge mit dem Dreamliner. Die Regierung in der ruandischen Hauptstadt Kigali will den Aviatik-Sektor im Land mächtig vorantreiben. Die Staatsairline Rwandair soll bis im Jahr 2015 den Flugzeugpark auf 17 Maschinen verdoppeln. Bereits in den letzten Wochen Sind zwei Bombardier-Jets des Typen CRJ-900 zur Flotte gestoßen. Dank den beiden neuen kanadischen Flugzeugen kann die Fluggesellschaft ab Ende des Jahres weitere Ziele in Zentralafrika anbieten, wie den Südsudan, Douala in Kamerun sowie Sambia und Sansibar. Die Bombardier-Jets ergänzen die bestehende Boeing 737-Flotte auf den Strecken in die Nachbarstaaten. Im Inland fliegt die ruandische Staatsairline mit einer Dash-8.

«Wir haben Pläne, welche über das Jahr 2015 hinausgehen. Sobald wir uns als regionaler Anbieter etabliert haben, möchten wir Langstrecken anbieten», kündigte der Vorstandschef John Mirenge an. Im Fokus stehen dabei Routen nach Europa und China. Dazu führt Rwandair Gespräche mit dem Dreamliner-Hersteller Boeing. «Die Boeing 787 wäre ideal für uns auf diesen Strecken. Einerseits verfügt das Flugzeug über eine hohe Reichweite, andernseits bietet der Dreamliner viel Cargo-Platz für das Übergepäck. Das werden wir auf diesen Routen benötigen,» sagt John Mirenge.

Regierung braucht starke Luftfahrt

Bis zum Jahr 2020 soll Rwandair an die Börse gehen. Die verlustreiche Fluggesellschaft befindet sich heute vollständig in Staatsbesitz. Der Transportminister Alexis Nzahabwanimana bekräftigte in der ruandischen Zeitung New Times die strategische Wichtigkeit der Fluggesellschaft: «Die Luftfahrt ist für uns nicht primär eine Einkommensquelle sondern eine Werbemaßnahme. Mit unseren Jets fliegen die Ausländer ins Land, welche für weitere Investitionen sorgen.» Besonders weil Ruanda als Binnenstaat auf Flugverbindungen angewiesen sei. Darum investiert die Regierung in den Flughafen-Ausbau in der Hauptstadt Kigali und baut zusätzlich einen neuen in Bugesera.

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