Airbus A320 Neo von Play: Nochmals geschärfter Fokus.

ÜbernahmeangebotPlay wird eine maltesische Fluggesellshaft

Der Chef und ein Verwaltungsrat wollen die isländische Airline kaufen und sie noch weiter umbauen. Island bleibt zwar fliegerisch wichtig, künftig hat aber Malta eine zentrale Rolle bei Play. Und auch Litauen und Polen bekommen mehr Gewicht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Schon vergangenen Herbst änderte Play die Flugrichtung. Die isländische Fluggesellschaft kündigte an, den Schwerpunkt stärker auf Flüge von Island zu Freizeitzielen in Europa zu verlegen. Gleichzeitig begann sie, das Transitgeschäft zwischen Nordamerika und Europa zurückzufahren. Nur Baltimore, Boston und New York verblieben als USA-Destinationen im Flugplan von Play.

Nun plant das Management noch weiterreichende Veränderungen. Chef Einar Örn Ólafsson und Elías Skúli Skúlason, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats, wollen dazu die Fluggesellschaft selbst übernehmen, wie sie am Dienstag (10. Juni) bekannt gaben. Play wird an der Börse nur noch mit 11 Millionen Euro bewertet. Sie bieten 1 isländische Krone pro Aktie oder umgerechnet etwas über 13 Millionen Euro insgesamt.

Play plant vermehrt Flüge nach Litauen und Polen

Für den Fall einer erfolgreichen Übernahme kündigen die beiden, die schon bisher rund 20 Prozent der Aktien halten, eine «tiefgreifende Umstrukturierung» von Play an. Ende Oktober soll das Nordamerika-Streckennetz ganz eingestellt und das Drehkreuzmodell aufgegeben werden, teilen Ólafsson und Skúlason mit. Sie wollen den Fokus weiterhin auf Urlaubsreisen legen, sich neu aber auch vermehrt auf Flüge zum Besuch von Freunden und Verwandten (in der Branche spricht man von VFR-Bereich, was für visiting friends and relatives steht) konzentrieren. Dabei legen sie den Fokus vor allem auf Litauen und Polen.

Die selbst genutzte Flotte soll auf vier eigene Flugzeuge reduziert werden. Die übrigen Jets wollen die Manager im Wet-Lease betreiben, wie aktuell schon beispielsweise für Sky Up. Zur Zielgröße machen sie keine Angaben. Zuletzt war von neun bis elf Fliegern die Rede gewesen. Aktuell besitzt sie noch zehn Flieger - Airbus A320 Neo und A321 Neo.

Malta statt Island

Die radikalste Änderung aber ist die geplante Abkehr von Play von ihrer Heimat. Zwar bleibt Island weiterhin der fliegerische Fokus. Doch das isländische Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch abgekürzt AOC) wollen Ólafsson und Skúlason aufgeben. Künftig soll der Flugbetrieb über die maltesische Zulassung abgewickelt werden. Gleichzeitig wollen sie die Büros in Malta und Litauen ausbauen. «Die Aktivitäten in Island sollen reduziert werden.»

Dass das in Island nicht gut ankommen wird, scheinen Ólafsson und Skúlason zu ahnen. Denn sie verkünden: «Für isländische Fluggäste soll sich nichts ändern – Fluggerät, Personal und Service bleiben gleich.»

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin