Mit neuer Strategie und neuen Eigentümern wollte SAS nun den großen Aufschlag machen. Ab Juni sollte ein Airbus A330 fünf Mal pro Woche von Kopenhagen nach Mumbai abheben, mit Abflugzeiten, die Anschlüsse in Richtung Skandinavien, Europa und Nordamerika ermöglichen. Der geplante Erstflug SK969 war für den 2. Juni 2026 angesetzt.
Airbus A330 musste nach 4,5 Stunden umdrehen
Unter einem guten Stern stand die Premiere nach 17 Jahren Abstinenz allerdings nicht. SK969 hob mit rund viereinhalb Stunden Verspätung erst um 20:11 Uhr von Piste 22L des dänischen Flughafens ab. Der Airbus A330-300 mit der Kennung LN-RKM überquerte anschließend Polen, die Slowakei und Rumänien, ehe er die türkische Schwarzmeerküste und schließlich Georgien passierte. Viel weiter kam er nicht. Im Luftraum von Aserbaidschan drehte der Airbus nach rund 4,5 Stunden um und flog zurück nach Kopenhagen.
Flugverlauf von SK969. Airnav.Radar/Screenshot
Der Grund war weder ein technischer noch ein medizinischer Notfall, auch schlechtes Wetter spielte keine Rolle. SAS fehlte schlicht die Genehmigung, den indischen Luftraum zu nutzen. Die Airline erklärte, man sei zwar in laufenden Gesprächen mit den zuständigen Behörden gewesen und habe darauf vertraut, dass die ausstehende Genehmigung noch während des Fluges erteilt werden würde. Doch das geschah nicht, und Flug SK969 musste umkehren.
SAS will Verbindung in den kommenden Tag starten
Laut der Zeitung The New Indian Express hat sich bislang keine indische Behörde zu dem Vorfall geäußert. SAS erklärte, der Fokus liege derzeit darauf, die betroffenen Passagiere zu unterstützen. Zudem arbeite man daran, die Verbindung in den kommenden Tagen aufzunehmen. «Wir sind weiterhin bereit, den Betrieb aufzunehmen, und gehen davon aus, dass er innerhalb der nächsten Tage nach Erteilung der formellen Genehmigung starten wird», teilte die Airline mit.
Dann kann auch die Flughafenfeuerwehr in Mumbai die obligatorische Wassertaufe nachholen. Am 3. Juni fiel sie bekanntlich aus.
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