Airbus A330-300: Mit diesem Modell wollte SAS im Sommer 2026 fünfmal pro Woche nach Mumbai fliegen.

Fehlende GenehmigungPeinliche Panne bei Premiere: SAS muss Erstflug nach Mumbai abbrechen

Die Rückkehr der skandinavischen Fluglinie nach Mumbai begann mit einem peinlichen Fehlstart. Der erste Flug war bereits stundenlang unterwegs, als der Airbus A330 umdrehen musste – weil SAS die Genehmigung für den indischen Luftraum fehlte.

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«Indien ist ein zentraler globaler Markt, sowohl was die wachsende Nachfrage als auch die wirtschaftliche Bedeutung angeht», sagte SAS-Chef Anko van der Werff im Juni 2025. Eine neue Verbindung nach Mumbai sei daher der nächste logische Schritt, mit dem man Skandinavien mit einer der wichtigsten Regionen der Welt für Geschäfts- und Freizeitreisen verbinden könne. Ganz neu ist die Route allerdings nicht: Bis 2009 hatten die Skandinavier sie schon einmal bedient.

Mit neuer Strategie und neuen Eigentümern wollte SAS nun den großen Aufschlag machen. Ab Juni sollte ein Airbus A330 fünf Mal pro Woche von Kopenhagen nach Mumbai abheben, mit Abflugzeiten, die Anschlüsse in Richtung Skandinavien, Europa und Nordamerika ermöglichen. Der geplante Erstflug SK969 war für den 2. Juni 2026 angesetzt.

Airbus A330 musste nach 4,5 Stunden umdrehen

Unter einem guten Stern stand die Premiere nach 17 Jahren Abstinenz allerdings nicht. SK969 hob mit rund viereinhalb Stunden Verspätung erst um 20:11 Uhr von Piste 22L des dänischen Flughafens ab. Der Airbus A330-300 mit der Kennung LN-RKM überquerte anschließend Polen, die Slowakei und Rumänien, ehe er die türkische Schwarzmeerküste und schließlich Georgien passierte. Viel weiter kam er nicht. Im Luftraum von Aserbaidschan drehte der Airbus nach rund 4,5 Stunden um und flog zurück nach Kopenhagen.

Flugverlauf von SK969.

Der Grund war weder ein technischer noch ein medizinischer Notfall, auch schlechtes Wetter spielte keine Rolle. SAS fehlte schlicht die Genehmigung, den indischen Luftraum zu nutzen. Die Airline erklärte, man sei zwar in laufenden Gesprächen mit den zuständigen Behörden gewesen und habe darauf vertraut, dass die ausstehende Genehmigung noch während des Fluges erteilt werden würde. Doch das geschah nicht, und Flug SK969 musste umkehren.

SAS will Verbindung in den kommenden Tag starten

Laut der Zeitung The New Indian Express hat sich bislang keine indische Behörde zu dem Vorfall geäußert. SAS erklärte, der Fokus liege derzeit darauf, die betroffenen Passagiere zu unterstützen. Zudem arbeite man daran, die Verbindung in den kommenden Tagen aufzunehmen. «Wir sind weiterhin bereit, den Betrieb aufzunehmen, und gehen davon aus, dass er innerhalb der nächsten Tage nach Erteilung der formellen Genehmigung starten wird», teilte die Airline mit.

Dann kann auch die Flughafenfeuerwehr in Mumbai die obligatorische Wassertaufe nachholen. Am 3. Juni fiel sie bekanntlich aus.

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