Über Nacht ist aus T'way Air Trinity Airways geworden. Seit dem 10. September fliegt die südkoreanische Fluggesellschaft unter neuem Namen. Der Grund: Die Sono Trinity Group, ein südkoreanischen Hotel- und Reiseunternehmen, hatte im Februar 2025 für 250 Milliarden Won, umgerechnet rund 152 Millionen Euro, einen Anteil von 46 Prozent an T'way Air erworben. Der Airline-Code TW und die Flugnummern bleiben unverändert.
Die Flotte besteht derzeit aus rund 50 Flugzeugen, darunter Boeing 737-800 und Max 8, Airbus A330-200 und -300 sowie Boeing 777-300 ER. Im Herbst 2024 hat die Airline außerdem einen Leasingvertrag mit Avolon über fünf Airbus A330-900 unterzeichnet. Eigentlich sollten die ersten der Flugzeuge 2025 kommen, doch nach Verzögerungen erwartet Trinity Airways das erste Exemplare jetzt im Jahr 2026. Und mit dem Namenswechsel hat die Airline auch ihre neue Business Class für den A330 Neo vorgestellt.
Keine Sitzneigung und keine Monitore bei Trinity Airways
Anstatt auf unterschiedliche Sitzvarianten, das beste 4K-Display der Klasse und das größte Entertainment-Programm der Welt zu setzen, macht der Billigflieger genau das Gegenteil: Der neue Business-Class-Sitz bietet nur zwei Optionen: Sitzen oder Liegen. Er heißt Sofab und stammt vom italienischen Hersteller Optimares. Trinity Airways ist Erstkundin.
Monitore sucht man vergebens. Trinity Airways setzt darauf, dass Reisende eigene Geräte mitbringen. Trinity Airways
Die neuen Flugzeuge werden 324 Plätze in der Economy Class haben sowie 12 in der Business Class in 1-2-1-Konfiguration. Die Airline verzichtet dabei nicht nur auf einen Sitz mit vielen Einstellungen, sondern auch auf das klassische Bordunterhaltungsprogramm: Der neue Sitz wird mit keinem Monitor ausgestattet. An der Stelle, wo der normalerweise wäre, ist auf ersten Bildern Platz für persönliche Gegenstände zu sehen. Die Fluglinie teilt mit, dass sie davon ausgeht, dass Reisende ihre eigenen Geräte mitbringen, berichtet das Portal One Mile at a Time. Dafür sollen die neuen A330 Neo mit Wlan ausgestattet werden.
Trinity Airways mit fünf Europa-Zielen - darunter Frankfurt
Bislang sind bei der A330-Flotte von Trinity Airways Sitze verbaut, die sich fast ganz flach stellen lassen (7 bis 8 Grad fehlen). In den Boeing 777 stehen Sitze, die früher bei Cathay Pacific im Einsatz waren und sich ganz flach stellen lassen. Sie gelten als besonders bequem und sind so angeordnet, dass jeder Platz direkten Zugang zum Gang hat.
Trinity Airways fliegt bislang fünf Ziele in Europa an: Frankfurt, Paris, Rom, Barcelona und Zagreb, alle ab Seoul-Incheon. Die Strecken nach Frankfurt, Paris, Rom und Barcelona gehen auf Auflagen der EU-Wettbewerbsbehörden im Zuge der Fusion von Korean Air und Asiana zurück, wonach Korean Air Slots abgeben musste, um Trinity Airways auf diesen Routen zu etablieren. Einzig Zagreb steuerte die südkoreanische Airline bereits zuvor an.
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