Eine Schüssel Instantnudeln: Ein Youtuber hat sieben Schüsseln auf einem Flug bestellt.

780.000 FollowerYoutuber bestellt 20 Mal Bordessen und erntet Shitstorm

Auf einem Langstreckenflug in der Business Class orderte ein südkoreanischer Youtuber sieben Schüsseln Instantnudeln und jede Menge Snacks für sein Mukbang-Video. Die Reaktionen fielen so heftig aus, dass er sich öffentlich entschuldigte.

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Sie essen große Portionen, machen laute Kaugeräusche, und die Kameras sind immer ganz nah dran. Mukbang-Videos gehören längst zu den erfolgreichsten Formaten in den sozialen Medien. Der Begriff Mukbang kommt aus dem Koreanischen und ist eine Wortneuschöpfung aus «meokneun», also Essen, und «bangsong», was so viel wie Übertragung heißt. Entstanden ist das Format in Südkorea, weil immer mehr Menschen allein essen und sich dabei virtuell unterhalten wollten.

Der Mukbang-Youtuber Yuno, dem 786.000 Menschen auf der Plattform folgen, hat Mukbang auf ein neues Level gehoben. Auf einem 15-Stunden-Flug von Asiana in der Business Class orderte er rund 20 Mal Bordmahlzeiten und Snacks. Laut dem Portal Korea Joong Gang Daily waren es sieben Schüsseln Ramyeon, also koreanische Instantnudeln, dazu Salat, Brot, Obst, ein Sandwich, Käse und Tiramisu.

Yuno erntet Shitstorm

Anschließend lud er das Video bei Youtube hoch, ohne zu wissen, welchen Shitstorm es auslösen würde. Zahlreiche Nutzerinnen kommentierten das Video negativ: «Ich frage mich, wie sehr die Flugbegleiter und Passagiere gelitten haben. Es ist wirklich eine große Plage», kommentierte eine Nutzerin. «Man sollte wissen, wann man aufhören muss, das ist ja kein Restaurant», schrieb jemand anderes. «Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Ärger er bei der Crew verursacht hat». Schließlich löschte Yuno das Video wieder.

Aber nicht nur das: Er veröffentlichte ein Statement, in dem er sich für sein Verhalten entschuldigte und einräumte, dass es bewusst reißerisch gestaltet gewesen sei. Er habe zwar vor den Dreharbeiten die Kabinenbesatzung um Erlaubnis gebeten und nur gefilmt, wenn auch andere Passagiere aßen, um Störungen zu vermeiden, aber im Eifer, neue Inhalte zu produzieren, habe er jedoch eine übereilte Entscheidung getroffen und die Situation falsch eingeschätzt, weil er nicht bedacht habe, dass seine wiederholten Bestellungen die Flugbegleiter belasten und andere Passagiere stören könnten.

Yuno entschuldigt sich

Er bezeichnete sein Verhalten als Fehltritt und übernahm die volle Verantwortung dafür, unabhängig von seinen Absichten. Besonders bei der Flugbegleiterin, die ihm geholfen habe, entschuldigte er sich, weil er ihr mit seinen wiederholt unvernünftigen Forderungen das Leben schwer gemacht habe, obwohl sie bis zum Ende des Flugs freundlich geblieben sei. Er habe das Gefühl, ihre Freundlichkeit ausgenutzt zu haben, und bat aufrichtig um Entschuldigung.

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