ATR 72 von DAT am Flughafen München: Lufthansa schätzt die Zusammenarbeit offenbar.

Codeshare nach Paderborn, Lübeck und LinzLufthansa hat Lust auf mehr ausgelagerte Kurzstrecken

Paderborn - München, Lübeck - München, Linz - Frankfurt. Lufthansa Group will diese Strecken nicht selber fliegen - hat aber Codeshare-Partnerschaften für die Routen geschlossen. Weitere könnten folgen, wie Konzernchef Carsten Spohr nun sagt.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Los ging es im Herbst 2025: DAT nahm im Auftrag der regionalen Initiative Skyhub PAD Flüge zwischen Paderborn/Lippstadt und München auf. Das neue Angebot mit einer ATR 72 ersetzte die zuvor weggefallenen Lufthansa-Cityline-Flüge mit Bombardier CRJ 900. Denn Lufthansa wollte die Strecke nicht mehr selber betreiben. Dennoch hatte sie ausreichend Interesse an der Paderborn-Route, um einer Interline-Partnerschaft zuzustimmen.

Und dabei blieb es nicht. Ende April 2026 wurde die Zusammenarbeit zur Codeshare-Partnerschaft aufgewertet, auf der Strecke Paderborn - München, aber auch auf den neuen Routen von Skyhub PAD und DAT zwischen Pécs und München sowie Lübeck und München. Die dänische Fluglinie schloss mit Lufthansa zudem für ihre subventionierten Flüge zwischen Linz und Frankfurt eine Codeshare-Partnerschaft. Zuvor hatte im Herbst 2025 Lufthansa-Tochter Austrian Airlines die Verbindung aufgegeben und auf fehlende Rentabilität verwiesen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr offen für mehr

Es könnte gut sein, dass dies nicht die letzten Kooperationen dieser Art bleiben. Gefragt nach den Codeshare-Anbindungen an Paderborn und Lübeck sprach Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch (6. Mai) in einem Pressegespräch von einem «neuen kommerziellen System» und sagte: «Wir können uns durchaus vorstellen - weil die innerdeutschen Flüge, wie wir alle wissen, aufgrund der hohen Gebühren und Steuerbelastung sehr schwierig durchzuführen sind profitabel -, diese Partnerschaften zu erweitern.»

Bei einer Interline-Partnerschaft können Reisende die Flüge der zusammenarbeitenden Airlines auf einem Ticket kombinieren, zudem wird ihr Gepäck bis zum Ziel durchgecheckt. Die Teilstrecken laufen aber unter der Flugnummer der jeweils ausführenden Fluglinie. Codeshare geht weiter. Denn dabei vermarktet eine Fluggesellschaft einen Flug unter ihrer eigenen Flugnummer, obwohl dieser tatsächlich von einer Partner-Airline durchgeführt wird.

Was die Vorteile für Lufthansa, Skyhub PAD und DAT sind

In den Beispielen von Paderborn/Lippstadt und Lübeck ist der Vorteil für Skyhub PAD und DAT, dass sie Umsteigeverbindungen auf Lufthansa-Flüge anbieten können und dies sogar unter Lufthansa-Flugnummern. Lufthansa wiederum kann ihr Zubringer-Netzwerk erweitern, ohne selber die Regionalrouten bedienen zu müssen, für die ihre Flugzeuge oft zu groß sind.

Mehr zum Thema

Boeing 777X: Der Ankunftstermin bleibt unsicher.

Lufthansa und Emirates erhalten Boeing 777X erst Ende 2024

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies