Boeing 737-400 von Fly Hermes: Fliegt nicht mehr.

Fly HermesGrounding nach nur fünf Wochen

Im Dezember nahm die maltesische Fly Hermes den Betrieb auf. Nun stellte sie ihre Flüge schon wieder ein. Die Behörden schritten ein.

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Mit viel Enthusiasmus wurde am 15. Dezember der Flugbetrieb aufgenommen. Sechs Mal pro Woche wollte Fly Hermes künftig von Malta nach Comiso im Südosten Siziliens und Palermo fliegen. Von dort sollte es weiter nach Turin gehen. Bald werde man von Malta aus via Comiso weitere Ziele bedienen, erklärte damals Geschäftsführer Paolo di Grandi. Soweit der Plan.

Doch die Realität sah anders aus. Bereits Anfang Januar gab es erste Beschwerden als Fly Hermes einen Flug ohne Vorankündigung einfach ausfallen ließ. Fast schon Standard schien es bei der maltesischen Fluglinie zu sein, dass das ihre Boeing 737-400 mit der Kennzeichnung 9H-HER viel zu spät startete. Einmal betrug die Verspätung 24 Stunden. Die italienische Luftfahrtaufsichtsbehörde Ente Nazionale per l'Aviazione Civile Enac leitete deshalb eine Untersuchung ein. «Eine Fluggesellschaft muss nach europäischen Standards operieren. Diese hat Fly Hermes nicht respektiert. Sie zeigten ein ein inakzeptables Verhalten», so Enac-Chef Vito Riggio.

Lizenz von Fly Hermes auf Eis gelegt

Still und leise und ohne Vorankündigung stoppte Fly Hermes nun am 12. Januar die Flüge. Man wolle mit der italienischen Behörde zusammenarbeiten und die Flüge am 18. Januar wieder aufnehmen, erklärte später das Unternehmen. Doch dazu kommt es nicht. Wie die Zeitung Malta Independent meldet, hat die Regierung in La Valetta Fly Hermes die Lizenz auf Eis gelegt. Die Situation bei der Airline sei nicht nur schlecht für die Passagiere, sondern auch für das Image der Insel als Urlaubsziel, so die Begründung. Ob Fly Hermes je wieder abheben wird ist damit fraglich.

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