Boeing 737 von Janet Airlines: Ab Las Vegas an geheime Orte unterwegs.

JanetGeheimairline der USA sucht neuen Betreiber

Eine hochgeheime Pendler-Airline? Was nach einem Thriller klingt, gibt es wirklich. Und jetzt sucht Janet, so der Name der Airline der US-Regierung, einen neuen Partner.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Besonders geheimnisvoll klingt der Name nicht. Bei Janet denken viele vielleicht an Janet Jackson, andere an Janet aus der The Rocky Horror Show und wiederum andere haben wohl einfach eine Frau im Kopf. Doch Janet ist auch der Name einer geheimnisvollen Airline.

Sie existiert seit den Siebzigerjahren und ist nicht nach einer Person benannt. Der Name leitet sich von Joint Air Network for Employee Transportation ab. Scherzhaft wird auch von Just Another Non-Existent Terminal gesprochen (ein weiteres nicht-existierendes Terminal). Denn öffentlich zugängliche Unterlagen oder Dokumentationen über die Flüge der Airline gibt es nicht. Alles ist, wie es in den USA heißt: classified.

Geheimterminal in Las Vegas

Janet fliegt ab dem Harry Reid International Airport in Las Vegas, wo sie ein eigenes Terminal hat. Auf Lageplänen ist das aber nicht verzeichnet - daher auch die zweite Übersetzung für Janet. Die Fluglinie betreibt eine Flotte von sechs Boeing 737-600, die einst für Air China unterwegs waren, sowie fünf Beech King Air.

Die Flugzeuge tragen keinen Schriftzug, nur einen roten Streifen an der Seite. Bislang wird die Geheimairline vom Dienstleister Aecom betrieben. Doch das ändert sich jetzt.

Top-Secret-Genehmigung

Wie das Magazin Flightglobal berichtet, sucht die Luftwaffe der USA einen neuen Betreiber für die Janet-Mission. Und das erfordert mehr als nur Kompetenzen im Betreiben von Flugzeugen. «Die Regierung hat einen Bedarf an einem sicheren und zuverlässigen Lufttransport zwischen verschiedenen Punkten auf dem amerikanischen Festland», heißt es in einer Ausschreibung vom 7. November.

«Diese kritische Operation sollte als No-fail-Mission betrachtet werden.» Tatsächlich müssen alle, die bei und mit Janet arbeiten, eine entsprechende Genehmigung des Geheimdienstes erhalten. In einer Stellenanzeige für Kabinencrews hieß es vor einiger Zeit, «sehr erwünscht» sei die Sicherheitsfreigabe des Niveaus Top Secret (Streng geheim). Dies ist die höchste Stufe in den USA vor Secret (geheim) und Confidential (vertraulich).

Täglich sieben Tage die Woche

Ab Las Vegas fliegt Janet Mitarbeitende zu Forschungsstützpunkten des amerikanischen Militärs. Einige davon - etwa die sagenumwobene Area 51 - sind mit dem Auto aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. Daher braucht es für Mitarbeitende die Flüge mit Janet – sie ist also auch eine Top-Secret-Pendlerairline.

In der Ausschreibung für den neuen Betreiber heißt es, dass der Auftragnehmer täglich, sieben Tage die Woche, vier Standorte in einem Radius von etwa 300 Meilen anfliegen wird. Die Regierung verlangt bis zu 190 Einsätze pro Woche.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Janet Airlines: Ab Las Vegas an geheime Orte unterwegs.

Geheimairline sucht Flugbegleiter

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier