Winglet eines Edelweiss-Fliegers: Die Airline baut kräftig aus.

Schweizer Lufthansa-TochterEurowings und Edelweiss sollen zusammenarbeiten

Lufthansa holt ihre Töchter nach und nach näher zu sich. Mit Edelweiss Air trifft es nun auch eine, die bisher unter dem Radar flog. Den Mitarbeitern schwant Böses.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Lufthansa kündigte letztes Jahr eine weitreichende Neuorganisation an – und eine Fluggesellschaft blieb dabei völlig außen vor. Von Edelweiss, der Schweizer Charter- und Ferienflugtochter,  war in den Plänen des deutschen Luftfahrtkonzerns nichts zu lesen. Schnell begannen unter Mitarbeitenden Diskussionen, was das bedeuten könnte.

Die einen freuten sich. Es sei besser, unter dem Radar zu fliegen, dann nehme Lufthansa nicht so viel Einfluss, so die Überlegung. Die anderen aber sahen den Anfang vom Ende gekommen. Die neueste Änderung im Aufsichtsrat der Schweizer Fluggesellschaft dürfte die Pessimisten bestätigen. Lufthansa nimmt in Zukunft mehr Einfluss bei der Schweizer Tochter Edelweiss. Das berichtet die schweizerische Handelszeitung.

Der starke Mann kommt neu von Lufthansa

Nachdem Ex-Swiss-Chef Harry Hohmeister und Swiss-Operativchef Rainer Hiltebrand aus dem Edelweiss-Verwaltungsrat ausgetreten sind, ist nicht nur der neue Swiss-Chef Thomas Klühr nachgerückt, sondern auch Karl Ulrich Garnadt aus der Konzernzentrale. Zuvor hatte Hohmeister als Swiss-Chef den Vorsitz bei der Schweizer Schwesterairline. Sein Nachfolger Thomas Kühr wird aber nur noch simples Mitglied des Aufsichtsrats. Präsident und damit starker Mann ist ab sofort Garnadt.

Das Pikante an der Meldung: Garnadt ist Chef von Lufthansas Billigtochter Eurowings. Die kämpft zwar derzeit mit einigen Startschwierigkeiten. Aber generell weist sie auf der Langstrecke mit klassischen Ferienzielen in Kuba, Florida und Thailand ein sehr ähnliches Streckenprofil wie Edelweiss auf. In Zürich gibt es schon Befürchtungen, dass Edelweiss gewisse Strecken an Swiss abgeben muss (analog zu Lufthansas Jump-Strategie) und andere an die billiger produzierende Eurowings.

Engere Verzahnung kommt

Entschieden ist freilich noch gar nichts Konkretes. «Die Ängste sind unberechtigt, da Edelweiss wirtschaftlich sehr erfolgreich operiert», kontert denn auch ein Sprecher gegenüber der Handelszeitung.  Mehr Kooperation zwischen den beiden Ferienfliegern sei aber durchaus erwünscht. «Wir sehen in Zukunft durchaus noch mehr Potenzial in der Zusammenarbeit mit Eurowings.»

Allgemein hat Lufthansa in ihrer Neustrukturierung darauf gesetzt, die Töchter enger miteinander zu vernetzen und so Synergien zu nutzen. Das führte unter anderem auch zu der neuen Position des Hub Manager, die Ex-Swiss-Vorstandsvorsitzender Hohmeister einnimmt. Er betreut die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich und Wien sowie die Premium-Airlines der Gruppe. Mit Klühr rückte außerdem ein Vertrauter von Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr auf Hohmeisters Chefsessel nach.

Mehr zum Thema

Jets von Eurowings und Lufthansa sowie Condor: Weniger Zusammenarbeit.

Lufthansa Group beendet Condor-Kooperation auch für Eurowings, Swiss, Austrian und Co.

Boeing 777-9 von Lufthansa (Rendering): Die große Version der Passagiervariante der 777X.

Lufthansa plant den Sommer 2027 lieber ohne die Boeing 777X

ticker-oman-air

Oman Air und Lufthansa erweitern Codeshare-Kooperation um Flüge nach Polen

Mit der Sonderflugnummer LH9886 ging es nach Arizona: Die D-ABYG hat Deutschland verlassen.

Lufthansas zweite Boeing 747-8 für die U.S. Air Force hat Deutschland verlassen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier