Flieger von Easyjet: Mit verletztem Kind hob er nicht ab

Easyjet: Baby muss von Bord

Ein kleines Kind hatte sich im Urlaub verletzt. Der Pilot der Billigairline entschied beim Rückflug, das Mädchen und seine Familie aus dem Flugzeug zu werfen.

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Robyn war ziemlich tapfer. Das 19 Monate alte Mädchen war im Urlaub gestürzt und hatte sich an einem Heizkörper die Wange verletzt. Der größere Kratzer unter dem Auge war noch tagelang zu sehen. Doch das Kind lachte schon lange wieder, wie Urlaubsfotos der Eltern Laura Bishop und John Maitland zeigen. Nach vier Tagen auf der britischen Insel Jersey sollte es wieder zurück nach Newcastle gehen. Die Familie saß schon im Flugzeug und bereitete sich auf den Start vor. Doch dann kam alles anders. Der Pilot der Easyjet-Maschine warf die Maitland-Bishops aus dem Flugzeug. Der Grund: Die Verletzung der kleinen Tochter.

Die Schramme, so der Pilot laut Erzählungen der Mutter, hätte sich während des Fluges verschlimmern können. Die Verantwortung hierfür wolle er nicht übernehmen. Man wisse nicht, was mit der Wunde passiere, wenn die Bedingungen sich während des Fluges veränderten. Und man müsse eben auch auf die Sicherheit der anderen Mitreisenden Rücksicht nehmen. «Er redete, als würde sie gleich explodieren», erinnert sich Bishop. «Es war total peinlich.»

Attest vom Arzt

Nach langer Diskussion musste die Familie dann den Airbus verlassen und ihre Taschen wieder einsammeln. Drei Tage dauerte es, bis Robyn ein ärztliches Attest erhielt, das sie für «flugfähig» befand. 600 Pfund an zusätzlichen Kosten habe man durch den Vorfall ausgeben müssen, so die Eltern. Easyjet habe sich daran nicht beteiligt. Die Fluglinie entschuldigte sich laut der britischen Zeitung Daily Mail bei den Eltern des Kindes und versprach, die Unkosten zu ersetzen. Es sei bei der Entscheidung der Crew schlicht um die Sicherheit der Passagiere gegangen.

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