16 Cottesmore Gardens (weisses Haus mit Aufbau): Das Multimillionenhaus von American AIrlines.

Die Luxusvilla der Pleiteairline

Kürzlich meldete sie Insolvenz an - dennoch hält American Airlines weiter millionenteure Immobilien mitten in London.

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Am 29. November meldete American Airlines Insolvenz an. Nun kann sich die Fluggesellschaft daran machen, sich finanziell wieder aufzurappeln. Mittel dazu sind striktes Kostenmanagement, Veräußerung von Vermögenswerten, eine neue Strategie. Auch die Mitarbeiter werden etwas zur Gesundung beisteuern müssen. Da kommt die Nachricht ziemlich überraschend, dass die Fluggesellschaft mitten in Londons teuerstem Stadtteil eine Luxusvilla besitzt. Vertreter der Gewerkschaft zeigten sich denn bereits empört über den Immobilienbesitz, welchen die Nachrichtenagentur Reuters aufdeckte.

Das Haus mit fünf Schlafzimmern steht in Kensington, an den 16 Cottesmore Gardens. Die Strasse gilt als die zehntteuerste Adresse in ganz Großbritannien. Keine zehn Minuten Fussweg entfernt steht der Palast, in dem Prinzessin Diana gelebt hatte. Das Haus ist gemäß Immobilienexperten 30 Millionen Dollar wert. Gegenüber Reuters räumte American Airlines den Besitz der Immobilie nach anfänglichem Zögern ein. Das Haus sei in den Neunzigerjahren gekauft worden - zu einem wesentlich tieferen Preis. Ob man sie in Zeiten des knappen Geldes nun verkaufen will, dazu äußerte sich die Fluglinie nicht. Man werde aber die Immobilienbestände sicher überprüfen.

Empörung bei der Gewerkschaft

Zwar sind die 30 Millionen im Vergleich zu den 30 Milliarden Schulden der Airline nicht besonders viel - aber wenn man beweisen will, dass man aus der Insolvenz herauskommen möchte, sollte man zu Geld machen, was zu Geld zu machen ist. Laut Branchenexperten ist das Luxus-Haus daher ein Dorn im Auge der Insolvenzverwalter. Und auch die Gewerkschaften empören sich: So viele Amerikaner hätten in der Wirtschaftskrise ihr zu Hause verloren. Da sei es nur gerecht, wenn die Luxusvilla, in der die Manager-der Airline nächtigen können, auch wieder weggegeben würde, heißt es etwa bei der Transport Workers Union of America mit 200'000 Mitgliedern.

Hier steht die Stadtvilla

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