Boeing 737 von Ryanair: In Deutschland könnten Jets am Boden bleiben.

Ultimatum an RyanairDeutsche Ryanair-Piloten wollen streiken

Die deutschen Piloten von Ryanair haben abgestimmt: Sie votieren klar für einen Streik. Sie räumen der Billigairline aber eine letzte Frist ein.

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Die Verhandlungen haben nichts gebracht. «Obwohl das Gespräch auf persönlicher Ebene [...] freundlich verlaufen ist, gab es sachlich abermals kaum Fortschritt», so die Tarifkommission der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit in einem Schreiben an ihre Mitglieder. Zuletzt ging es im Treffen mit Ryanair-Operativchef Peter Bellew unter anderem um ein neu zu erarbeitendes Urlaubssystem, Vorgehen bei Krankheit und Einsätze außerhalb der Stammbasis.

«Zusammenfassend muss man [...] leider feststellen, dass Ryanair weiterhin zu keinen echten Eingeständnissen bereit ist und ernsthafte Verhandlungen, die die Arbeitsbedingungen für uns alle verbessern würden, zu verzögern versucht», so die Tarifkommission weiter. Während noch verhandelt wurde, lief unter den deutschen Ryanair-Piloten eine Urabstimmung über einen Manteltarif- und einen Vergütungstarifvertrag. Das Resultat: 96 Prozent der Teilnehmer sprachen sich für Kampfmaßnahmen aus.

24 Stunden Vorwarnung

Die Vereinigung Cockpit setzt nun Ryanair ein Ultimatum bis zum 6. August, «um doch noch ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen», wie sie selbst schreibt. Kommt es nicht dazu, wird in Deutschland gestreikt. «Streiks werden aus Rücksichtnahme auf die Passagiere mindestens 24 Stunden vorab angekündigt», heißt es.

In den vergangenen Tagen haben die irischen Piloten von Ryanair mehrmals ihre Arbeit niedergelegt. Als Folge davon gab Ryanair bekannt, 6 von 30 Flugzeuge von der Basis Dublin abzuziehen und nach Polen zu verlegen.

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