Pilatus Pc-12 von Alaska Air Transit: Liefert auch Essen aus.

AlaskaDer Big Mac kommt per Flugzeug

In entlegenen Gebieten Alaskas bekommt der Begriff Lieferdienst eine ganz neue Dimension. Mitunter wird Essen aus Restaurants mit Flugzeugen geliefert.

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Wenn die Pilotinnen und Piloten von regionalen Airlines in Alaska ihre Flugzeuge beladen, hieven sie nicht nur Briefe, Pakete, Kisten und Kartons ins Innere ihrer kleinen Flugzeuge. Immer wieder befinden sich auch Mahlzeiten unter den Sendungen. Diese fliegen sie dann in abgelegene Kommunen im US-Bundesstaat, der fünf Mal größer als Deutschland ist.

Möglich macht das Lieferdienste wie Door Dash oder Uber Eats. Normalerweise bringen die selbstständigen Fahrer die Mahlzeiten per Rad, Motorrad oder Auto zur Kundschaft. Aber mitunter kommt auch das Flugzeug zum Einsatz. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der kleinen Ortschaften Alaskas ist das hochwillkommen, sie können so ihren Speisezettel ab und an bereichern.

Kosten von 10 bis 30 Dollar

Es sei zwar nicht ganz dasselbe wie Essen in der Stadt, sagte eine Kundin aus dem Dorf Nikolai der New York Times. «Es ist nicht heiß. Es ist nicht frisch. Aber es hat den Geschmack, den man sich wünscht», so die Frau. Ihre Sendung hat sie sich ans Merrill Field in Anchorage schicken lassen, von dort wurde es von einem Piloten von Alaska Air Transit in ihr Dorf geflogen, das rund 300 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt von Alaska liegt und keinen Lebensmittelladen besitzt.

Die meisten der kleinen Fluggesellschaften machen in einer abgelegenen Gemeinde nur Halt, wenn dort jemand ein- oder aussteigen will. Die Menschen im Dorf wissen dann, dass das ihr Moment ist, und bestellen. Je nach Zielort, Gewicht der Lebensmittel und verfügbarem Platz im Flugzeug berechnen die Airlines 10 bis 30 Dollar für den Dienst.

Individuelle Pizzas

Eine Firma hat sich gar auf einen ganz speziellen Lieferdienst spezialisiert. Alaska Sky Pie kreiert auf Bestellung individuelle Pizzas. Diese werden danach tiefgefroren an Kunden ausgeliefert - in Zusammenarbeit mit lokalen Airlines. Einmal angekommen, können sie dann im Ofen gebacken werden. Der Vorteil sei, dass ihre Pizzas frisch zubereitet würden und nicht industriell seien, erklärt die Firma auf ihrer Webseite.

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