Flieger von Gol, TAM (Latam) und Azul: Fluggesellschaften dürfen neuerdings zu 100 Prozent in ausländische Hand gehen.

Gol, Latam, Avianca und AzulBrasilien lädt ausländische Airline-Investoren ein

Die brasilianische Regierung lässt neu Investitionen in einheimische Fluggesellschaften von bis zu 100 Prozent zu. Dies bietet ausländischen Anbietern eine Chance, sich zu Schnäppchenpreisen in Lateinamerikas größte Volkswirtschaft einzukaufen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Das brasilianische Unterhaus winkt die Gesetzesänderung durch: Durften sich ausländische Teilhaber bislang zu maximal 20 Prozent an einer Fluggesellschaft beteiligen, so sind ihnen jetzt keine Grenzen mehr gesetzt. Brasilianische Fluggesellschaften dürfen ab sofort komplett ausländischen Investoren gehören.

Das neue Gesetz ist ein Rettungsring für die brasilianische Luftfahrtbranche, die unter der anhaltenden Wirtschaftskrise und einer schwächelnden Währung in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft leidet. Die Umsätze der brasilianischen Anbieter fielen in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent. Das könnten nun Investoren als Einstiegsmöglichkeit nutzen. «Dieser Goldrausch könnte statt in den Norden nach Alaska in den Süden nach Rio de Janeiro führen», glaubt Ernest S. Array von der amerikanischen Beratungsgesellschaft Airinsight.

Um Azul könnten die größten Spekulationen ausbrechen

Die Gesetzesänderung dürfte eine Art Goldrausch unter fremden Fluggesellschaften auslösen. Durch die anhaltende Krise sind brasilianische Airlines zu Schnäppchenpreisen zu haben. Der stark abgestürzte Real tut das seinige dazu. Den Markt der Inlandsflüge teilen sich die vier brasilianischen Airlines Gol (37 Prozent), Latam (35 Prozent), Azul (17 Prozent) und Avianca Brasil (15 Prozent) fast komplett untereinander auf. Die Beratungsgesellschaft Airinsight sieht drei dieser vier Anbieter bereits bald in amerikanischer Hand.

Delta Air Lines ist bereits ein Minderheitsaktiuonär bei Gol und könnte seinen Anteil gebührend auf mindestens 51 Prozent aufstocken – bereits heute operieren die beiden Gesellschaften Codeshare Flüge. Latam könnte  Übernahmeziel von mehreren potentiellen Interessenten werden – und ist durch ihre Mitgliedschaft in der Allianz Oneworld bereits mit American  Airlines assoziiert. Für United könnte Avianca Brasil interessant sein, denn sie sind beide in der Star Alliance. Würde United in Avianca Brasil investieren, könnten beide Codeshare-Flüge anbieten.

Und wer will Azul?

Einzig Azul schwebt ganz im freien Raum ohne einen möglichen Investor. «Etihad könnte in Azul investieren, um ihre Strategie der Partnerschaften durch Joint-Ventures weiterzuführen», glaubt Array. Der Analyst hält auch Jetblue für einen möglichen Interessenten, da beide Airlines eine ähnliche Strategie verfolgen. Sie haben auch den gleichen Gründer.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

Auch München dabei: American Airlines deutet fünf neue Langstreckenrouten an

ticker-american-airlines

American Airlines erhält drei Gates in Chicago-O’Hare zurück

ticker-american-airlines

American Airlines startet Flüge von Chicago nach Tokio

ticker-american-airlines

American Airlines eröffnet neue Lounge am Flughafen New York-JFK für Reisende mit wenig Zeit

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies