Airbus A321 Neo von Easyjet: Bei der Anrede gibt es bei der Billigairline noch eine antiquierte Auswahl.

Veraltete AnredeBei Easyjet und Ryanair lebt das Fräulein weiter

Als Fräulein bezeichnete man früher unverheiratete Frauen. Eigentlich ist der Begriff praktisch ausgestorben. Doch wer mit den europäischen Billigairlines unterwegs ist, könnte ihm noch begegnen.

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Der Duden ist bei der Definition des Wortes ziemlich deutlich. «Als Anrede für eine erwachsene weibliche Person sollte, unabhängig von Alter, Familienstand und Beruf, immer Frau statt Fräulein gewählt werden. Die Anrede Fräulein ist nur noch üblich, wenn die angesprochene Frau diese Bezeichnung selbst wünscht», heißt es im deutschen Wörterbuch. Denn: Fräulein als Anrede ist veraltet.

Der Begriff wurde früher für die Ansprache unverheirateter und kinderloser Frauen benutzt. Für Männer gab es kein Pendant. Kein Wunder, dass 2025 kaum noch jemand das Wort nutzt. Doch wer Flüge bei den größten europäischen Billigairlines bucht, begegnet dem Fräulein noch.

Auch Ryanair bietet das Fräulein an

In der Buchungsmaske bei Easyjet erscheinen, wenn man die Anrede wählen muss, «Herr», «Frau», «Fräulein» und das britische «Ms», das keine Aussage über den Familienstand enthält, wie die Aargauer Zeitung entdeckt hat. Bei Ryanair fällt sogar das neutralere «Ms» weg. Dort kann man nur zwischen Herr, Frau und Fräulein wählen. Wizz Air nutzt keine Anrede, lässt aber nur die Wahl zwischen weiblich und männlich.

Buchung bei Easyjet: Option Fräulein.

Das sieht bei den meisten Fluggesellschaften inzwischen deutlich anders aus. Bei der Lufthansa-Gruppe etwa kann man aus der ganzen Palette an Anreden wählen. Auch unbestimmte Ansprachen sind möglich. Bei Air France und KLM gibt es ebenfalls die nonbinäre Anrede «Mx» im Angebot. Außerdem kann man auch «Das möchte ich lieber nicht sagen» wählen.

Easyjet will sich nicht äußern

Eine Anfrage von aeroTELEGRAPH, warum man weiterhin am Fräulein festhält, und ob und wann auch nonbinäre Optionen in der Buchung möglich sein werden, ließen Easyjet und Ryanair bis zum Erscheinen des Artikels unbeantwortet. Easyjet erklärte allerdings gegenüber der Aargauer Zeitung, man wolle sich zum Thema nicht äußern.

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