Airbus A321 von Austrian Airlines: Es kam zu Betrug.

WeiterverkaufAustrian Airlines kämpft mit Betrug bei Personaltickets

Ein internes Schreiben deckt brisante Verstöße bei der Lufthansa-Tochter auf: Mitarbeitende von Austrian Airline sollen vergünstigte Tickets illegal weiterverkauft haben. Die Airline greift durch und droht auch mit strafrechtlichen Konsequenzen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Es ist ein Zückerchen, das vielen Mitarbeitenden von Fluggesellschaften und auch ihren Angehörigen das Leben leichter macht: Stark vergünstigte Flugtickets, die ausschließlich für den Eigengebrauch oder für eingetragene nahestehende Personen gedacht sind. Auch bei Austrian Airlines ist das der Fall.

Von den Tickets gibt es verschiedene Arten. Klassisches sogenanntes Staff Travel ist enorm vergünstigt, aber die Tickets werden nur bestätigt, wenn auf den Flügen genug Platz ist. Dann gibt es noch PEP Tickets. Das sind laut Austrian Airlines «teilweise günstige, kapazitätsabhängige Sonderkontingente mit limitierten Nutzungsmöglichkeiten, die von Fluglinien für Beschäftigte angeboten werden.» Und genau dabei gibt es nun Probleme.

Mitarbeiter von Austrian Airlines verkaufte Tickets weiter

Wie das Portal Mein Bezirk berichtet, liegt ihm ein internes Rundschreiben von AUA vor. Darin ist von «mehreren schwerwiegenden Verstößen» die Rede – «in erster Linie in Zusammenhang mit PEP-Tickets». Laut dem Schreiben habe es «wiederholt Fälle» gegeben, in denen die Tickets «unrechtmäßig genutzt oder sogar gegen Entgelt, teils mit Gewinnaufschlag, an Außenstehende weiterverkauft wurden».

Ein besonders gravierender Vorfall führte demnach sogar zu einer fristlosen Kündigung eines Mitarbeitenden. Die Fluggesellschaft nimmt das Thema ernst und warnt: «Die missbräuchliche Verwendung verstößt nicht nur gegen unsere internen Regelungen, sondern kann auch den Tatbestand des Betruges erfüllen. Es drohen daher nicht nur disziplinäre Maßnahmen, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen - es handelt sich um kein Kavaliersdelikt.»

AUA fordert Mitarbeitende auf, sich proaktiv zu melden

Daher werde man nun systematisch alle Vorgänge überprüfen. Mitarbeitende, die gegen die Regeln verstoßen haben, werden aufgerufen, sich proaktiv und vertraulich zu melden. In dem Rundschreiben erinnert Austrian Airlines ihre Belegschaft daran, dass es sich bei PEP- und Staff-Travel-Tickets um ein Privileg handelt, nicht um ein einklagbares Recht. Der Missbrauch Einzelner gefährde die Vergünstigungen für alle. Die Airline betont laut Mein Bezirk klar: Staff Travel lebt vom Vertrauen.

Austrian Airlines erklärt gegenüber aeroTELEGRAPH, es handele sich um ein rein internes Thema. In der Vergangenheit sei es aber «immer wieder in Einzelfällen» zu missbräuchlicher Verwendung von Staff Tickets gekommen.

Auch Rabatte für Freunde und Familie möglich

Bei vielen Airlines gibt es für den Fall, dass man Freunden einen Gefallen tun will, auch noch die Möglichkeit, so genannte Friends and Family-Tarife zu buchen. Auch die sind aber nur verfügbar, wenn es im Flugzeug genug Platz gibt.

Unabhängiger Luftfahrtjournalismus braucht Auftrieb. Bei aeroTELEGRAPH arbeitet ein Team erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten, das die Branche seit Jahren begleitet. Für den Preis von weniger als einem Cappuccino im Monat lesen Sie werbefrei – und helfen, dass wir weiter kritisch und fundiert berichten können. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Embraer E195 von Austrian Airlines: Fliegen nicht mehr nach Graz.

Hohe Kerosinpreise fordern Inlandsopfer: Austrian Airlines stellt Graz-Flüge ein

ticker-austrian

Hohe Kerosinkosten drücken Austrian Airlines tief in die roten Zahlen

Embraer E195 von Austrian Airlines: In solch ein Flugzeug drang der Mann ein.

Mann dringt nachts in Flugzeug von Austrian Airlines ein und schläft dort

Boeing 707 von Montana Austria: Die OE-INA flog zwischen 1961 und 1975 als VH-EBJ bei der australischen Qantas und ist hier im Sommer 1980 auf einem Charter für Hapag-Lloyd nach Mallorca in Münster/Osnabrück zu sehen.

Die vergessene Langstreckenairline Österreichs

Video

So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack