Maschine von Air Algérie: Angeschlagene Airline.

Alarm bei Air Algérie

Tiefe Auslastung, schlechter Service, steigende Kosten: Der Unternehmenschef malt selbst ein rabenschwarzes Bild der Fluggesellschaft.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Salah Boultif nahm kein Blatt vor den Mund. Es gebe eine ganze Reihe «beunruhigender Zeichen», erklärte der Chef von Air Algérie am Samstag (22. Oktober) bei einer Versammlung von Führungskräften des Unternehmens. Und er meint damit keineswegs die kurzfristigen Probleme aufgrund des arabischen Frühlings. In den vergangenen fünf Jahren sei der Umsatz der Staatsairline um ein Viertel gestiegen. Die Kosten aber hätten gleichzeitig 31 Prozent zugenommen. Und in der Folge habe sich das Resultat um mehr als 70 Prozent verschlechtert. Dass man noch Gewinne schreibe liege alleine an den Nebengeschäften. Das Flugbusiness schreibe rot. Defizite seien vielleicht auf den Strecken tolerierbar, die man aus staatspolitischen Gründen bediene. Aber sie beträfen eben gerade die rein kommerziellen Routen, sagte Boultif gemäß dem algerischen Nachrichtenportal TSA.

Der Firmenchef macht gleich mehrere Gründe für die alarmierende Situation aus. So sei die Infrastruktur zu Lande in den letzten Jahren stark verbessert worden. Dadurch werde im Inland weniger geflogen. Die Folge sei eine «relativ tiefe Auslastung» von weniger als 80 Prozent, so Boultif gemäß TSA weiter. Zudem sei mit der privaten Tassili Airlines ein neuer Konkurrent in den Markt eingetreten, der Air Algérie Kunden streitig macht. Und das scheint nicht schwer zu sein. Pünktlichkeit und Service an Bord und am Boden hätten in letzter Zeit abgenommen, konstatiert er selbst. So sei das bislang rentable Chartergeschäft inzwischen defizitär. Die Folge sei ein «alarmierender Anstieg» der Schulden gegenüber Lieferanten, so der Lenker von Air Algérie weiter.

Rekrutierung verbessern

Boultif will deshalb nun einen mehrjährigen Maßnahmenplan umsetzen. Zuerst soll dazu das Reporting verbessert werden um zu wissen, welcher Bereich wirklich wie viel Geld macht. Dann soll der Plan konkretisiert werden. Die Strategie wird entsprechend angepasst. Bei der Flottenerneuerung und bei der Rekrutierung von neuem Personal sei Air Algérie bislang viel zu wenig kohärent vorgegangen.

Mehr zum Thema

ticker-air-algerie

Air Algérie bestellt weiteren Airbus A330 Neo

ticker domestic airlines air algerie

Domestic Airlines baut Inlandsflüge in Algeriens Süden aus

ticker-air-algerie

Air Algérie hat dritten Airbus A330 Neo übernommen

ticker-air-algerie

Air Algérie hat ihren ersten Airbus A330 Neo

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack