Die D-AGWD und der Flugverlauf am 24. Juli: Im dritten Anflug gelang die Landung problemlos.

Flug aus DüsseldorfAirbus A319 von Eurowings muss in München gleich doppelt durchstarten

Besonderes Erlebnis für die Fluggäste in einem Airbus A319 von Eurowings: Ihr Flug von Düsseldorf nach München musste den Landeanflug auf die bayerische Landeshauptstadt gleich zwei Mal in Folge abbrechen. Der Grund lag dafür lag jeweils am Boden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das Manöver wird Go-around genannt, auf Deutsch Durchstarten. Dabei bricht ein Flugzeug den Landeanflug ab und geht wieder in den Steigflug über. Dies dient dazu, eine sichere Landung zu garantieren. Gründe, um durchzustarten, gibt es viele, beispielsweise schwierige Windbedingungen, zu geringe Sicht, oder etwas, das sich auf der Landebahn befindet.

So musste vergangene Woche ein aus Zürich kommender Airbus A320 Neo von Swiss in Hamburg durchstarten, da sich ein verletzter Turmfalke auf der Piste befand. Am Flughafen Frankfurt musste Anfang Juli die Flugsicherung einen Go-around anweisen, da eine Boeing 787 von All Nippon Airways 18 Sekunden vor Ende des Nachtflugverbots ankam.

Airbus A319 von Eurowings startet zwei Mal durch

Während ein einfaches Durchstart-Manöver keine Seltenheit ist, erlebten Passagierinnen und Passagiere von Eurowings am 24. Juli etwas Spezielleres: einen doppelten Go-around. Flug EW9082 brachte diese Reisenden an diesem Morgen von Düsseldorf nach München.

Doch den Landeanflug musste die Cockpitcrew des Airbus A319 abbrechen - laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Air Nav Radar ungefähr auf einer Höhe von 700 Metern. Der Jet mit dem Kennzeichen D-AGWD drehte eine Runde und setzte etwa zwölf Minuten später erneut zur Landung am Flughafen München an.

Zwei Mal war die Landebahn in München blockiert

Doch wieder musste die Crew durchstarten, erneut in ähnlicher Höhe. Weitere 16 Minuten später landete das Flugzeug dann im dritten Anlauf problemlos. Aber was vorher passiert?

Wie ein Eurowings-Sprecher erklärt, war bei beiden Go-arounds die Landebahn blockiert. «Ein Mal hat eine davor startende Maschine nicht rechtzeitig die Bahn freigemacht und beim zweiten Mal ist ein vorher gelandetes Flugzeug auf einen falschen Rollweg abgebogen», so der Sprecher der Lufthansa-Tochter. Laut Angaben der Deutschen Flugsicherung bog das Flugzeug versehentlich auf einen Rollweg ab, der aufgrund von Baustellen gesperrt war, und musste dann von einem Follow-Me-Fahrzeug aus dem Bereich herausgeführt werden. In dieser Zeit durfte die Piste, auf der der Airbus A319 von Eurowings landen wollte, nicht genutzt werden.

Doppelter Go-around kein sicherheitsrelevanter Vorfall

Der doppelte Go-around mit anschließender sicherer Landung zeige, «dass die Sicherheit immer oberste Priorität hat», so der Eurowings-Sprecher. Auch die Deutsche Flugsicherung betont, dass es sich nicht um einen sicherheitsrelevanten Vorfall handelte.

Mehr zum Thema

Flug NH203 am frühen Morgen des 3. Juli über Frankfurt: Musste ein Mal durchstarten und eine Extrarunde drehen.

Boeing 787 kommt 18 Sekunden zu früh in Frankfurt an - und muss durchstarten

Turmfalke: Ein verletztes Exemplar führte in Hamburg zu einem Durchstartmanöver.

Turmfalke zwingt Airbus A320 Neo von Swiss zum Durchstarten

Die Boeing 777 von KLM: Im nächsten Moment durchgestartet.

Boeing 777 von KLM mit spektakulärem Durchstart-Manöver in Amsterdam

Durchstarten in allerallerallerletzer Sekunde

Durchstarten in allerallerallerletzer Sekunde

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies