Air-Canada-Chef Michael Rousseau: Bleibt noch an Bord, aber nicht mehr lange.

Nach Sprach-FauxpasAir-Canada-Chef geht noch dieses Jahr in Ruhestand

Michael Rousseau wurde nach dem Air-Canada-Unglück am Flughafen La Guardia für seine fehlenden Französischkenntnisse scharf kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert. Jetzt nimmt der Chef der kanadischen Fluggesellschaft tatsächlich noch vor Jahresende seinen Hut.

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Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte Air-Canada-Chef Michael Rousseau sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch, nicht auch in Kanadas zweiter Amtssprache Französisch. Da es nicht der erste sprachliche Fauxpas des Airline-Chefs war, brachte ihm das viel Kritik ein. Teilweise hochrangige Politikerinnen und Politiker forderten Rousseaus Rücktritt.

Air-Canada-Chef Rousseau entschuldigte sich

Rousseau entschuldigte sich anschließend: «Es tut mir sehr leid, dass meine mangelnden Französischkenntnisse die Aufmerksamkeit von der tiefen Trauer der Familien und der großen Stärke der Mitarbeitenden von Air Canada abgelenkt haben, die trotz der Ereignisse der letzten Tage herausragende Professionalität bewiesen haben.» Ein Sprecher der kanadischen Fluggesellschaft erklärt zudem, das Unternehmen befinde sich nach dem Unglück in einer großen Krise und Rousseau werde nicht zurücktreten. «Herr Rousseau trägt die Verantwortung, und es ist wichtig, dass er im Amt bleibt», so der Sprecher.

Am Montag (30. März) teilt Air Canada nun aber mit, dass Rousseau den Verwaltungsrat darüber informiert hat, dass er zum Ende des dritten Quartals 2026 in den Ruhestand treten wird. «Herr Rousseau wird das Unternehmen bis dahin weiterhin leiten und dem Verwaltungsrat angehören», schreibt die Fluggesellschaft.

Air Canada ging Nachfolgefrage schon vorher an

Zur Nachfolge erklärt Air Canada, man habe seit über zwei Jahren an einem umfassenden internen Entwicklungsprogramm für Führungskräfte mit hohem Potenzial gearbeitet. Im Januar 2026 habe man zudem eine externe, weltweite Suche nach potenziellen Kandidaten gestartet. Der Verwaltungsrat dankt Rousseau für «fast zwei Jahrzehnte engagierter und erfolgreicher Führung» in verschiedenen Positionen im Management von Air Canada.

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