Boeing B737 von Ryanair: Zurück nach Reus und Girona.

40 Millionen für Ryanair

Damit der Billigflieger die Flughäfen Girona und Reus weiter anfliegt, bekommt er von der Regierung massive Subventionen.

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Lange Zeit war die Stimmung zwischen den beiden Parteien frostig. Die Regierung habe «wiederholt ihre Versprechungen nicht eingehalten, die Entwicklung der Ryanair-Basis in Reus zu unterstützen», sagte Ryanair-Vizechef Michael Cawley im Sommer. Und er drohte mit der Einstellung aller Flüge zu den beiden katalanischen Flughäfen von Reus und Girona. Nun haben sich die Streithähne zusammengerauft. «Wir sind einen großen Schritt weiter gekommen» sagte Innenminister Lluís Recoder dieser Tage. Er gab einen neuen Vertrag zwischen der Provinz Katalonien und Ryanair bekannt. Danach erhält die Airline über die nächsten fünf Jahre 40 Millionen Euro dafür, dass sie mindestens 3,5 Millionen Passagiere jährlich an die beiden Destinationen im Norden Spaniens bringt.

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Girona 5,8 Millionen pro Jahr erhält und Reus in der Nähe von Tarragona 3,2 Millionen. Im Gegenzug verpflichtet sich die Billigfluglinie, 3 bis 4 Millionen Reisende jährlich nach Girona zu fliegen und zwischen 500'000 und 900'000 nach Reus. Bis zu diesem Kompromiss brauchte es indes eine Eskalation. Ryanair hatte alle Flüge nach Reus per Ende Oktober gestrichen. Im Sommer hatten die Iren dort drei, im Winter eine Maschine stationiert. Zugleich drohten sie, auch Girona zu verlassen, von wo aus sie bisher 62 Destinationen bedienten. Die Direktion in Dublin forderte anfänglich 15 Millionen an Subventionen, um zu bleiben, die Regierung offerierte 7,5 Millionen.

Arbeitsplätze sichern

Die Regierung Kataloniens war massiv unter Druck geraten, da es wegen der tiefen Wirtschaftskrise in Spanien inzwischen immer mehr Geisterflughäfen gibt (aeroTELEGRAPH berichtete). Sie wurden im Boom für viele Milliarden gebaut, werden inzwischen aber von keiner Fluggesellschaft mehr bedient. Bestes Beispiel dafür sind die Flughäfen von Ciudad Real bei Madrid oder von Huesca in den Pyrenäen, einst Vorzeigeprojekte in Spanien, heute verlassene Investitionsruinen. In Katalonien selbst ist der Flughafen von Lleida-Alguaire akut gefährdet. Durch den Deal habe man in Reus und Girona rund 500 Arbeitsplätze gesichert, argumentiert die Regierung.

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