Der letzte Airbus A320 der Nord-Fraktion von Yemenia: Nur noch Schutt und Asche.

Angriff auf Flughafen Sanaa30 Minuten nachdem der Airbus A320 landete, war er komplett zerstört

Ein letzter Routineflug – dann war Schluss: Ein Airbus A320 von Yemenia wurde bei einem israelischen Luftangriff auf den Flughafen Sanaa zerstört. Damit hat die von den Houthis kontrollierte Nord-Fraktion der staatlichen Fluglinie keine Flieger mehr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Er war ziemlich beschäftigt. In den vergangenen Tagen flog der Airbus A320 immer auf denselben Strecken. Er steuerte jeweils zuerst Jeddah in Saudi-Arabien und danach Ammann in Jordanien an. Auch am Mittwoch (28. Mai) stand das gleiche Programm an. Und alles deutete auf einen ganz normalen Arbeitstag für das Flugzeug von Yemenia hin.

Der A320 mit dem Kennzeichen 7O-AFF hatte die Nacht in der jordanischen Hauptstadt verbracht und flog am Morgen früh zurück in die jemenitische Hauptstadt. Um 9.26 Uhr Ortszeit landete er am Sanaa International Airport. Nach einer Pause wäre er weiter nach Jeddah geflogen.

Nord-Yemenia vernichtet, Süd-Yemenia fliegt weiter

Was zum Zeitpunkt der Landung niemand wusste - Flug IY643 war der allerletzte Flug des Jets mit der Seriennummer 5531. Und das, obwohl er erst zwölf Jahre alt ist. Denn rund 30 Minuten später bombardierte die israelische Luftwaffe erneut den Flughafen der Hauptstadt des Jemen. Dabei wurde die 7O-AFF von Yemenia getroffen. Bilder von vor Ort zeigen, wie der Airbus A320 ausgebrannt und komplett zerstört auf dem Vorfeld liegt.

Am 6. Mai hatte Israel den Flughafen Sanaa bereits einmal bombardiert. Damals wurde Yemenias Airbus A330-200 mit dem Kennzeichen 7O-AFE, der erst im Oktober überholt worden war, zerstört. Ebenfalls zerstört wurden die A320 mit den Kennzeichen 7O-AFA und 7O-AFC. Damit hat der von den Houthi kontrollierte Zweig der Fluggesellschaft nun kein einziges einsatzfähiges Flugzeug mehr.

Nord-Yemenia vernichtet, Süd-Yemenia fliegt weiter

Die Houthis hatten vor einigen Monaten vier Flugzeuge der Nationalairline beschlagnahmt. Die offizielle Regierung des Landes, die nur noch den Süden kontrolliert, wirft den Milizen seit Längerem vor, Yemenia aufteilen zu wollen. Bankkonten der Fluggesellschaft im Norden wurden eingefroren und die Mitarbeitenden in eine Süd- und eine Nord-Fraktion geteilt. Sie verhinderten zudem, dass Piloten zwischen den Drehkreuzen Sanaa im Norden und Aden im Süden fliegen dürften.

Nun wurde die Nord-Abteilung von Yemenia faktisch vernichtet. Denn ohne Flugzeuge - und ohne funktionerenden Flughafen - kann die Rumpf-Fluglinie nicht mehr tätig sein. Die Süd-Fraktion von Yemenia dagegen verfügt weiterhin über drei Airbus A320, die auch regelmäßig von Aden aus fliegen. Sie tragen die Kennzeichen 7O-AFB, 7O-AFD und 7O-AFG.

Mehr zum Thema

ticker-yemenia

Sokotra: Yemenia evakuiert gestrandete Reisende von Urlaubsinsel

ticker-yemenia

Yemenia bestellt vier Airbus A330 und erweitert Streckennetz

ticker-yemenia

Letzter Airbus A320 von Yemenia in Sanaa zerstört

yemenia houthi sanaa bombardierung israel 4

Fast die Hälfte der Flotte von Yemenia bei israelischem Angriff zerstört

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies