Jet von Air India: Piloten flogen ohne gültige Lizenz.

Air India102 Piloten flogen ohne Lizenz

Neue Negativschlagzeilen vom Star-Alliance-Mitglied: Mehr als 100 Piloten von Air India flogen ohne gültige Lizenz. Einen Monat lang merkte die Airline nichts.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nach diesen Nachrichten dürften einige Fluggäste nicht besonders entspannt sein, falls sie demnächst mit einem Langstreckenjet von Air India fliegen. Wie die Airline nun herausgefunden hat, flogen 102 Boeing-Piloten Passagiere, obwohl sie keine gültige Lizenz hatten. Air-India-intern nennt man den Vorfall ein «ernsthaftes Versagen», berichtet die Zeitung Times of India.

Die betroffenen Piloten hätten laut dem Bericht Auffrischungstests durchlaufen müssen, damit die Lizenz erneuert wird. Dies haben sie aber nicht gemacht, in der Folge verfielen die Lizenzen. Es dauerte länger als einen Monat, bis Air India das Problem erkannte. Die Luftfahrtbehörde DGCA, die eigentlich auch für derartige Fälle zuständig ist, hat davon ebenfalls nichts bemerkt. Erst Anfang des Jahres hatten die USA das Sicherheitsranking der DGCA herabgestuft.

Pilotenproblem

Air India hat nun ein ernsthaftes Pilotenproblem. Schon ohne die nun fehlenden 102 Piloten gibt es bei der Fluglinie Personalmangel. Wie indische Medien berichten, bat die Fluggesellschaft die Behörde darum, den «geringfügigen Fehler» zu entschuldigen und die Lizenzen «sobald wie möglich» wieder zu erneuern. Doch dass die DGCA kulant ist, ist eher unwahrscheinlich. Denn offenbar ist sie schon länger mit dem Pilotentraining der Nationalairline unzufrieden und hat nun auch Informationen über die Ausbildung der Kurz- und Mittelstreckenpiloten verlangt.

Erst kürzlich hatte die DGCA außerdem – aus Sicherheitsbedenken – einen Jet von Air India gegroundet. Man habe «substanzielle Sicherheitsprobleme» an der Maschine festgestellt, so ein Sprecher der Behörde gegenüber dem Nachrichtenportal Businesstoday. Auch andere Flieger wurden nach Überraschungschecks gegroundet. Außer Air India war noch ein Flieger von Go Air betroffen sowie einer eines privaten Charteranbieters.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin