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Neue Orders

Airbus und Boeing und ihr Farnborough-Erfolg

Airbus löst auf, von wem die 93 festen Bestellungen bei der Farnborough Airshow stammen. Auch Boeing präsentiert neue Zahlen.

Airbus

Airbus A320 Neo: Mehrere Bestellungen.

Dass der europäische Flugzeugbauer in der Juli-Übersicht seiner Bestellungen nur eine neue Order über acht Jets angab, sorgte für Verwirrung. Immerhin hatte Airbus zuvor erklärt, die Farnborough Airhsow sei ein großer Erfolg gewesen und er habe feste Orders für 93 Flugzeuge einsammeln können. Der Konzern erklärte die Differenz zur Monatsübersicht mit einem Rückstand der Bearbeitung von Dokumenten.

Nun liefert Airbus konkrete Zahlen nach. Es handle sich um 34 A330-900 für Air Asia X, einen A320 Neo für Salam Air, 25 A321 Neo für Viva Aerobus, 25 A320 Neo für Wataniya Airways sowie die acht in der Monatsübersicht genannten A350-900 für einen unbekannten Kunden, so ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH. Damit ist klar: Airbus hat die Aufträge von Sichuan Airlines, Macquarie und Goshawk, die vor der Farnborough schon als anonyme Orders aufgelistet waren, nicht in die 93 neuen Orders einberechnet, wie da und dort spekuliert worden war.

Aufstockungen und Umwandlungen

Bei den nun genannten Bestellungen von Air Asia X, Viva Aerobus und Salam Air handelt es sich um Aufstockungen: Air Asia X hatte bereits 66 A330 Neo geordert und verkündete in Farnborough, dass man nun 34 mehr haben will, insgesamt also 100. Der mexikanische Billigflieger Viva Aerobus änderte eine Order über 16 A320 Neo auf die größeren A321 Neo und stockte auch um 25 weitere A321 Neo auf. Salam Air aus dem Oman schafft sich sechs A320 Neo an, fünf davon jedoch von einer nicht genannten Leasingfirma, einen von Airbus.

Golden Falcon Aviation ordert für Wataniya Airways 25 A320 Neo und wandelt damit eine Absichtserklärung aus dem vergangenen November in eine feste Bestellung um. Da von den 93 bestellten Flugzeugen bisher nur die acht A350 in der Monatsübersicht Juli auftauchten, dürften die anderen 85 Maschinen in den Übersichten ab August erscheinen, wenn nicht im letzten Moment etwas schief geht. Stornierungen gab es für Airbus im Juli nicht.

Boeing punktet am meisten mit 737

Am Dienstag (14. August) hat nun auch Boeing seine Monatszahlen für Juli veröffentlicht. Bei der Luftfahrtmesse hatte der US-Flugzeugbauer von 673 Absichtserklärungen und Orders gesprochen, aber nicht erklärt, wie viele feste Bestellungen darin enthalten sind. In der Übersicht für Juli gibt Boeing nun für das bisherige Jahr Netto-Bestellungen für 487 Flugzeuge an. Da es im Juni noch 460 waren, sind das ebenfalls nur 27 mehr. Auch hier dürfte noch mehr kommen in den kommenden Monaten.

Um die Änderungen im Detail nachzuvollziehen, ist aber ein Blick auf die einzelnen Modelle nötig. Bei der Boeing 737 stehen unter dem Strich im Juli Orders für 15 Flugzeuge mehr als noch im Juni. Storniert wurde in dieser Zeit keine Bestellung. Wer die 15 Jets geordert hat, ist nicht klar zuzuordnen. Denn mit der Air Lease Corporation, Gol Linhas Aereas, Goshawk Aviation, Jackson Square Aviation und Tarom sind zwar etliche Kunden neu aufgeführt. Doch der Großteil ihrer 737-Orders wird schon zuvor in der Rubrik anonyme Bestellungen enthalten gewesen sein. Deren Zahl ist von Juni auf Juli nämlich deutlich gesunken.

Qatar Airways und DHL ordern 777

Die Boeing 777 verbucht bei den Orders zwar ein Plus von fünf Fliegern, allerdings wurden auch drei 777 storniert. So bleibt ein Nettozuwachs von zwei der Langstreckenjets. Als neue Käufer sind Qatar Airways und DHL dazugekommen, dafür ist die Zahl der von anonymen Kunden bestellten 777 zurückgegangen.

Bei der 787 muss Boeing keine Stornierung ausweisen und bringt es im Juli daher auf ein Plus von zehn bestellten Maschinen. Die dürften auf das Konto von Hawaiian Airlines gehen, die in Farnborough eine Order für zehn Boeing 787-9 und die Option auf zehn weitere Dreamliner bestätigt hat. Eine Bestellung von vier 787 durch United Airlines passt genau zum Minus von vier Maschinen bei den anonym bestellen Flugzeugen.



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