Airbus A380 bei einem Demoflug in Farnborough: Mangelnde Nachfrage.

SuperjumboAirbus fährt A380-Produktion drastisch herunter

Die Nachfrage für den Superjumbo bleibt hinter den Erwartungen zurück. Airbus zieht daher Konsequenzen. Der Ausstoß von A380 wird bis 2018 mehr als halbiert.

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So beeindruckend der Airbus A380 auch ist, an Bestellungen für den Superjumbo mangelt es. 13 Airlines fliegen derzeit mit dem Flugzeug, Neukunden konnte Airbus schon lange keinen mehr gewinnen. Und auch wenn der Jet bei der diesjährigen Farnborough Air Show beeindruckende Schauflüge abliefert – Bestellungen wurden bisher keine verkündet. Der Flugzeugbauer reagiert nun darauf.

Wie Airbus-Chef Fabrice Brégier laut dem Wall Street Journal ankündigt, soll die Produktion des A380 auf 12 Flugzeuge pro Jahr heruntergefahren werden. Das bedeutet ein Flugzug pro Monat. 2015 wurden noch 27 A380 produziert. Dieses und kommendes Jahr sollen 20 Flugzeuge gebaut werden. Boeing fährt die Produktion bei der 747-8 ebenfalls herunter, ab Herbst wird sie nur noch 0,5 Exemplare pro Monat betragen.

«Alle Optionen offen»

Ganz aufgeben will Airbus aber offenbar noch nicht. Man halte sich «alle Optionen offen», so Brégier laut dem Wall Street Journal. Man glaube weiterhin daran, dass der A380 von zukünftigen Marktbedingungen wie verstopften Flughäfen und erhöhten Kapazitätsanforderungen profitieren könne.

Noch hat Airbus offene Bestellungen für 126 Airbus A380. Laut Verkaufschef John Leahy befindet sich der Flugzeugbauer aber derzeit in Gesprächen mit Kunden und noch dieses Jahr soll es eine neue Bestellung geben. Zuletzt hatte die japanische ANA All Nippon 3 Stück geordert. Der Deal mit Iran Air über 12 A380 steht aber auf der Kippe.

Verkaufsargument Passagier

Auch wenn die Verkäufe nur schleppend laufen – Passagiere lieben den Superjumbo. Das versucht Airbus nun auch, für sich zu nutzen. Ebenfalls in Farnborough kündigte der Flugzeugbauer an, die Seite iFlyA380 zu starten, die seit Mittwoch (13. Juli) online ist.

Auf ihr können Passagiere nachschauen, auf welchen Routen ein A380 fliegt – und sich dann direkt zur entsprechenden Buchungsseite der Fluggesellschaft weiterleiten lassen. Der Sitzladefaktor, so Airbus, erhöhe sich bei den Airlines durch den A380 eben genau deshalb, weil viele Reisende sich bewusst für Flüge mit dem Superjumbo entscheiden.

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