B767-200 von Air Zimbabwe: Von der Amerikanischen Ersatzteilfirma gepfändet.

Air Zimbabwe: Neuer Jet gepfändet

Die Boeing B767 der maroden Nationalairline Simbabwes wurde beschlagnahmt - erneut wegen nicht bezahlter Rechnungen.

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Air Zimbabwe verliert einen Flieger nach dem anderen. Erst vor zwei Wochen wurde eine B737-500 der Nationalairline Simbabwes in Johannesburg beschlagnahmt. Bid Air, die Firma, die für die Gepäckabfertigung am OR Tambo International Airport zuständig ist, pfändete den Flieger wegen Schulden von rund 500'000 Dollar.

Nun kam auch der Langstreckenflieger von Air Zimbabwe dran. Die B767-200 mit dem Namen Victoria Falls wurde laut dem Radiosender RadioVOP Zimbabwe am Montag (12. Dezember) in London Gatwick einbehalten. Ein hochrangiger Mitarbeiter soll gegenüber dem Sender erklärt haben, dass die amerikanische Ersatzteilfirma American General Supplies den Flieger nach der Landung pfändete - ebenfalls wegen unbezahlter Rechnungen.

Politisches Problem

«Das wird auch die Angestellten treffen, die schon seit sechs Monaten nicht bezahlt wurden», so der Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, zum Sender. Air-Zimbabwe-Chef Innocent Mavhunga war für Stellungnahmen nicht erreichbar und stellte laut RadioVOP gar sein Telefon ab. Ein Aufsichtsratsmitglied jedoch bezeichnete das ganze als ein politisches Problem. «Die Regierung hat das Geld, um die Schulden zu bezahlen», so Jonathan Kadzura. Er hofft, dass das Finanzministerium sieht, welche Schritte nun nötig sind, und eine Teilprivatisierung vorantreibt.

Früher gehörte Air Zimbabwe zu den besten Airlines in Afrika. Inzwischen steht sie kurz vor dem Zusammenbruch: Schon oft wurde berichtet, dass Passagiere auf Flügen gebeten wurden, Geld zu spenden, um Kerosinrechnungen zu begleichen. Trotz der massiven finanziellen und operativen Probleme will die Regierung aber an der Airline festhalten. Eine Liquidation würde den Stolz der Nation verletzten, erklärte Tourismusminister Walter Mzembi kürzlich (aeroTELEGRAPH berichtete). Teilweise soll auf den Flügen auch nur ein Sitzplatz besetzt gewesen sein. Im Gegenzug dazu beschäftigt Air Zimbabwe viel zu viel Personal: So zählt die Fluggesellschaft 184 Mitarbeiter pro Maschine, der internationale Schnitt liegt bei lediglich etwa 80.

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