Flosse einer TU-204 von Air Koryo: Wohl vorerst nicht nach Europa.

Phantom Air Koryo

Noch vor kurzen hieß es, die nordkoreanische Staatsairline ziehe es nach Berlin - doch plötzlich will sie davon nichts mehr wissen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Man verfolge die Pläne «ernsthaft», Flüge von Pjöngjang nach Berlin anzubieten. So sagte ein Vertreter von Air Koryo noch vor rund einem Jahr gegenüber aeroTELEGRAPH. Nordkoreas Nationalairline wollte mit einer Tupolew Tu-204-100 Charterflüge in die deutsche Hauptstadt anbieten. Es ist der einzige Flieger, der dafür überhaupt in Frage käme, weil er nicht wie der Rest der Flotte auf der Schwarzen Liste der Europäischen Union steht. Es gebe nun «nur noch einige vertragliche Geschichten mit anderen EU-Ländern» zu regeln, sagte der Deutschland-Verantwortliche damals.

Offenbar lief das aber nicht ganz wie geplant. Auf Nachfrage heißt es aus der Vertretung der Fluggesellschaft in Berlin nun, dass Flüge nach Deutschland nie geplant gewesen seien und sie auch in Zukunft nie sein würden. Und auch bei den Berliner Flughäfen will man von derartigen Vorhaben nichts wissen. «Uns ist davon nichts bekannt», so ein Sprecher. Formelle Gespräche oder Anfragen habe es in der Angelegenheit nie gegeben. So bleibt wohl abenteuerlustigen Reisenden auch weiterhin nur der beschwerliche und weite Weg über Zwischenstopps wie Bangkok oder Peking, wenn sie mit der Nationalairline in die Demokratische Volksrepublik Korea fliegen wollen.

In einer Angelegenheit punkten

Und ein bisschen Mut sollte man wohl auch mitnehmen. Die Flotte besteht außer der Tu-204-100 ausschließlich aus veralteten Sowjet-Fliegern - wie viele es genau sind, varriiert je nach Quelle. Um die 30 Flugzeuge befinden sich wohl im Dienst von Air Koryo. Die Tu erhielt sie 2008 - als ersten neu gebauten Jet seit Ewigkeiten. Die Sicherheitsbilanz scheint angesichts dieses Zustandes noch recht akzeptabel. Der letzte bekannt gewordene Unfall war der Absturz einer Ilyuschin Il-62 an den Fouta-Djall-Bergen in Guinea im Jahr 1983, bei dem alle 23 Menschen an Bord ums Leben kamen. Doch wirklich sicher kann man nicht sein, ob das wirklich der letzte Crash war. Nordkorea hält sich mit Angaben über die Sicherheit der Inlandflüge sehr bedeckt. Und auch sonst dringen kaum Informationen aus dem Land.

Beim weltgrößten Bewertungsportal für Fluggesellschaften Skytrax ist die Fluglinie die einzige überhaupt, die lediglich einen Stern erhält. «Es war das älteste Flugzeug, das ich jemals gesehen habe, es fiel an jeder Stelle fast auseinander», berichtet ein Passagier in den Kommentaren über seinen Flug mit einer Il-62. Vor Start und Landung spiele in den Fliegern Marschmusik - eine gute Einstimmung auf die Einreise, heißt es andernorts. Eine Internetseite besitzt die Fluggesellschaft auch nicht. Auch der Facebook-Auftritt von Air Koryo stellte sich nach einigen Monaten als unecht heraus. Aber immerhin bei einer Sache scheint Air Koryo die anderen Airlines in den Schatten zu stellen: «Ich habe noch nie in meinem Leben so schöne Flugbegleiterinnen gesehen», berichtet ein anderer Passagier bei Skytrax.

Mehr zum Thema

Eine A-50 der russischen Streitkräfte: Bekommt Nordkorea auch eine?

Baut Nordkorea Ilyushin Il-76 von Air Koryo zu Aufklärer um?

Pjöngjang: Aeroflot soll in die nordkoreanischeHauptstadt fliegen.

Russland will, dass Aeroflot und Co. nach Nordkorea fliegen

Tupolev Tu-204 von Air Koryo: Wieder international unterwegs.

Air Koryo sagt ersten internationalen Flug nach der Pandemie abrupt ab

Zwei Tu-204 in Farben von Air Koryo: Bei den Fliegern soll es sich um die Exemplare von Sky KG Airlines handeln.

Besorgt sich Air Koryo mit Trick weitere Tupolev Tu-204?

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg