CRJ 1000 von Britair: Die Piloten sollen nach Indonesien.

Job in Asien statt Entlassung

Die Air-France-Tochter Britair streicht Stellen. Daher will sie ihren Piloten nun Garuda in Indonesien schmackhaft machen.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Air-France-KLM durchlebt gerade turbulente Zeiten. Der Konzern muss ein hartes Restrukturierungsprogramm durchziehen, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das sieht die Streichung von 5000 Stellen vor, 450 davon sind Pilotenjobs. Kündigen will die Gruppe jedoch so wenigen Angestellten wie möglich. Von den Plänen betroffen ist auch die französische Regionaltochter Britair. Sie steht ebenfalls unter Druck, die Kosten zu senken und die Zahl ihrer Arbeitskräfte zu reduzieren. Um dabei möglichst wenige Piloten ohne Arbeit zu hinterlassen, unterbreitete das Management den Kapitänen nun einen Vorschlag. Sie können zur indonesischen Nationalairline Garuda wechseln. Denn die ist auf der Suche nach Dutzenden von qualifizierten Piloten.

Britair betreibt eine Flotte von 40 Fliegern - ausschließlich vom Typ Bombardier CRJ. Von diesen Flugzeugen bestellte Garuda bei der Luftfahrtmesse in Singapur 18 Stück, allesamt Hundertsitzer des Modells CRJ-1000. Weil es im eigenen Land offenbar einen Mangel an geeigneten Piloten gibt, hatte Garuda schon nach dem Kauf erklärt, mit anderen Fluglinien zu sprechen, die eventuell Hilfe bieten könnten. Eine Britair-Sprecherin bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass bereits Gespräche zwischen den beiden Airlines und Vertretern der Piloten liefen. Bis zum nächsten Mittwoch will man eine Einigung über die Verschiebung der Angestellten nach Asien finden.

Air France spricht mit China

Wie lange die Engagements in Indonesien laufen würden, ist nicht klar. Zwischen sechs Monaten und zwei Jahren sei alles möglich, heißt es von der Airline. Insgesamt seien aber auch nur ein Dutzend Piloten von den geplanten Maßnahmen betroffen. Die Muttergesellschaft Air France hatte einen ähnlichen Weg bereits vor vielen Jahren beschritten. In den Neunzigerjahren entsandte sie Piloten zu Vietnam Airlines, die ebenfalls Mitglied der Luftfahrtallianz Skyteam ist. Die Piloten sollten damals Vietnam nach einer Flottenvergrößerung unterstützen. Auch jetzt spricht Air France mit chinesischen Anbietern wie China Eastern und China Southern. Diese hätten Interesse an qualifizierten europäischen Piloten.

Indonesien ist für die Britair-Piloten einerseits ein reizvoller neuer Standort. Immerhin verzeichnet das Land ein rasantes Wachstum des Luftverkehrs. Um 18 Prozent soll er in diesem Jahr zunehmen, prophezeit der Luftfahrtverband Indonesia Air Carriers Association. Eine wachsende und reisefreudige Mittelklasse feuert den Markt an. Doch das hat auch eine Kehrseite. Indonesiens Infrastruktur ist dem Wachstum nicht gewachsen. Und das führt zu massiven Sicherheitsproblemen. Neben der Demokratischen Republik Kongo und Kasachstan gehört das asiatische Inselreich zu den Ländern mit den meisten in der EU gesperrten Fluglinien. Nur Airlines die sich von einer ausländischen Behörde zertifizieren ließen, sind davon ausgenommen Die Nationalairline Garuda gehört dazu.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin