B777 von Air France: Hatte Probleme bei der Landung

Erneut heftige Kritik an Air France

Gleich zweimal begingen laut neuen Berichten der Untersuchungsbehörde Piloten der Fluglinie beim Anflug in Paris Charles de Gaulle grobe Fehler.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Für Air France sind die neusten Erkenntnisse der staatlichen Unfalluntersuchungsbehörde Bureau d'enquêtes et d'analyses (BEA) über zwei Zwischenfälle alles andere als schmeichel- und vorteilhaft. Die Fluggesellschaft gibt sich alle Mühe, ihren Ruf als sicherer Anbieter wieder herzustellen. Nach dem fatalen Absturz von Flug AF447 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris im Juni 2009 mit 228 Todesopfern hatte der massiv gelitten. Denn die Piloten des Todesfluges reagierten völlig unbeholfen, bisweilen gar fahrlässig. In der Folge kam auch von Experten und Behörden heftige Kritik an Sicherheitsstandards der französischen Nationalairline und ihrer Ausbildung.

Nachdem sich die Gemüter langsam wieder zu beruhigen beginnen, folgen nun die nächsten negativen Schlagzeilen. Gleich in zwei Zwischenfällen hätten die Crews versagt, rügt das BEA in nun veröffentlichten neuen Berichten. Bei beiden kam es beim Anflug auf den Pariser Flughafen Charles de Gaulle zu Problemen. «Teile der Grundausbildung» hätten die Piloten missachtet, gibt selbst Air-France-Chefpilot Eric Prevot gegenüber der Zeitung Le Parisien zu.

Schlechte Sicht

Beim ersten Zwischenfall mussten die Piloten bei schlechter Sicht den größten Pariser Flughafen anfliegen. Es war der 13. März 2012. Am Abend zuvor waren sie mit einem Airbus A340 in Bamako in Mali gestartet. Beim Anflug ohne genügende Sicht kam es dann zum Fehler. Die Piloten hätten die Flugbahn falsch eingeschätzt, kritisiert das BEA (siehe Berichte unten). In der Folge seien sie in einen viel zu starken Sinkflug gegangen. Um 3300 Fuß pro Minute (rund 1000 Meter) ging es bergab, die Geschwindigkeit war danach zu gering, der Flieger stand kurz vor einem Strömungsabriss.

Laut dem Bericht sei die Crew sich erst spät bewusst geworden, dass sie einen Fehler beging, als sie den starken Sinkflug startete. Neben den Piloten kritisiert die Behörde aber auch die Lotsen im Kontrollturm in Paris, die der Crew keine korrekten Anweisungen gegeben haben sollen. Die Landung musste in der Folge abgebrochen werden. Ein zweiter Versuch verlief problemlos.

Verwirrung im Cockpit

Ebenfalls Verwirrung herrschte nur wenige Monate zuvor, im November 2011. Eine Boeing B777, die von Caracas nach Paris flog, musste unter ähnlichen Bedingungen landen. Als der Jet um 9 Uhr morgens zum Landeanflug ansetzte, ertönte der Alarm NO LAND 3. Die Crew war zu einem so genannten Go Around, also einem Durchstarten mit erneutem Landeversuch gezwungen.

Doch zwischen den Piloten kam es zu Verwirrung, was man als nächstes tun müsse. Mehrere Sekunden lang hätte die Crew einfach nicht reagiert, heißt es im Bericht des BEA. Das führte dazu, dass der Flieger bis auf 63 Fuß sank. Man habe den Blick für die wichtigen Flugparameter und die Flugbahn nicht beachtet, so der Vorwurf. Erst kurz vor dem Boden bekam die Crew den Jet unter Kontrolle und konnte durchstarten. Auch hier klappte es beim zweiten Versuch problemlos. Das BEA kritisiert, dass die Crew eine normale Go-Around-Prozedur nicht fachmännisch genug gehandhabt habe.

Mehr zum Thema

Eine Visualisierung aus dem März 2025: Airbus hat die Details seither verändert.

Airbus plant erstmals ein Flugzeug mit nur 80 Plätzen

Airbus A350-1000 bei der Farnborough Airshow: Bisher noch die längste Version des A350.

Airbus prüft zweite A350-Produktionslinie - und will bald über A350-2000 entscheiden

Condors künftige D-ANRR am 14. Oktober bei Airbus in Toulouse: einer der überprüften und verzögerten A330 Neo.

Airbus A330 Neo von Condor muss genauer inspiziert werden und verspätet sich

ticker-airbus-konzern-

Airbus-Prognose für 2045: Mehr als 45.000 Flugzeuge, pro Jahr 10 Milliarden Fluggäste, Boom bei Dienstleistungen

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca