Bombardier CRJ1000 von Britair: Die Airline muss sparen.

Aus für Brit Air, Regional und Airlinair

Air France-KLM versucht die hohen Verluste ihrer Regionalgesellschaften zu stoppen - und fusioniert sie zu einer Airline.

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Aus drei mach eins. Bis zum nächsten Frühling legt die französische Nationalairline ihre drei regionalen Töchter Brit Air, Regional und Airlinair zusammen und lässt sie unter einer neuen Marke vereint weiterfliegen. 15 Prozent der direkten Kosten sollen so eingespart werden. Wie die neue Fluggesellschaft heißen wird, ist noch unklar. Air France gab aber bekannt, dass mit dem Zusammenschluss die Flotte und damit auch das Personal reduziert wird. Heute betreiben die drei Gesellschaften zusammen 93 Flugzeuge. Der zukünftige Regionalanbieter wird nur noch mit 86 Maschinen operieren. Nicht betroffen vom Flottenabbau ist Airlinair, an welcher Air France bis jetzt nur eine Minderheitsbeteiligung hält. Sie wird alle ihre Flugzeuge der ATR-Familie in die neue Kooperation einbringen. Dies bestätigte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der Grund ist die bessere Wirtschaftlichkeit der Turboprop-Maschinen auf den Regionallinien. Brit Air fliegt mit Bombardier-Jets, Regional betreibt eine Embraer-Flotte.

Mit der Flottenreduktion streicht Air France 59 Pilotenstellen und sechs Jobs in der Kabine. Die Airline will Kündigungen vermeiden und hofft den Abbau mit Pensionierungen und Pensumsreduktion zu schaffen. Zudem sollen Piloten zu anderen Fluggesellschaften geschickt werden. So soll beispielsweise die indonesische Garuda Interesse an den Bombardier-Piloten haben. Weitere Gespräche führt sie mit Fluggesellschaften in Libyen, China oder Ghana bezüglich der Embraer-Piloten. Ende September wird Air France auch ankündigen, was die Reduktion für das Bodenpersonal bedeutet.

Kampf gegen Lowcost

Die entstehende Fluggesellschaft soll bereits 2015 ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaften. Noch 2011 haben die Regionalgesellschaften von Air France einen Drittel des Verlustes des Konzerns von 500 Millionen Euro auf der Kurz- und Mittelstrecke beschert. Das Unternehmen bringt mit der neuen Aufstellung ihre Töchter im Kampf gegen Ryanair, Easyjet und Co in Stellung. «In Frankreich beträgt der Marktanteil der Billigflieger 20 Prozent. Im übrigen Europa 40 Prozent. Ich erwarte daher, dass die Billigairlines vermehrt nach Frankreich fliegen werden. Die Air-France-Gruppe ist gezwungen, hier zu reagieren», so Airlinair-Chef Lionel Guérin, der gleichzeitig auch für die Reorganisation verantwortlich ist. Unrentable Routen werden aufgegeben. Gleichzeitig soll das neue Angebot zusätzliche Geschäftsreisende und Touristen anlocken. Die neuen Preise wird die neue Fluggesellschaft ebenfalls im Frühling bekannt geben. Sie sollen aber unten den heutigen Tarifen liegen, um den Lowcost-Airlines die Stirn bieten zu können.

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