Air Canada soll seinen französischsprachigen Passagier diskriminiert haben.

Air Canadas teure Sprachprobleme

Ein Fluggast der kanadischen Airline bestellte eine 7Up. Er bekam stattdessen eine Sprite - und 12'000 Dollar.

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Teure Sprachbarriere: Der kanadische Bundesgerichtshof hat die Fluggesellschaft Air Canada dazu verurteilt, insgesamt 12'000 Dollar an einen Fluggast zu zahlen. Der Grund: Die Airline habe das Recht der kanadischen Bürger auf Bilingualität missachtet.

Michel Thibodeau ist französischsprachiger Kanadier aus Ottawa. Auf zwei Flügen mit der Airline im Frühling 2009 haben er und seine Frau mehrfach versucht, mit der Kabinencrew auf französisch zu kommunizieren - ohne Erfolg. Als der Beamte schließlich eine 7Up bestellte und stattdessen eine Sprite serviert bekam, platze ihm offenbar der Kragen.

Ferienerlebnis verdorben

Wieder am Boden, verklagte er die Airline. In Canada ist es per Gesetz vorgeschrieben, dass staatliche Institutionen sowohl auf englisch als auch auf französisch mit den Bürgern kommunizieren können. Air Canada als staatliche Fluggesellschaft unterliegt diesem Gesetz. Das Gericht stellte sich daher jetzt hinter Thibodeau. Die Sprachrechte seien dem Kläger offenbar sehr wichtig, so die zuständige Richterin. «Die Missachtung hat ihn ganz klar verletzt und den Genuss seiner Ferien verdorben.» Zusätzlich zu der Schadensersatzzahlung und den Gerichtskosten, aus denen sich die 12'000 Dollar zusammen setzen, muss die Fluggesellschaft sich daher bei Thibodeau und seiner Frau entschuldigen.

Der Kläger ist den kanadischen Gerichten nicht unbekannt: Schon 2000 hatte er laut der Zeitung Ottawa Citizen aus ähnlichen Gründen gegen die Airline geklagt. 2007 war dann die Stadt selbst dran: In den Bussen der Stadt wurden keine bilingualen Informationen angeboten.

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