Heckflosse eines Fliegers von Air Alps: Bald neuer Standort.

«Regierung steht voll hinter Projekt»

Geschäftsführer Günther Gast erklärt, warum Air Alps künftig in Russland fliegt, wer die russischen Partner sind und welche Pläne er mit der Airline noch hat.

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Air Alps fliegt statt in Österreich und Italien künftig in Russland. Ist das ein nachhaltiges Geschäftsmodell?

Günther Gast: Alle Kriterien eines erfolgreichen Geschäftsmodells sind in unserem Fall erfüllt: Erstens hat die anzubindende Region ein Einzugsgebiet von 7 bis 10 Milionen Einwohner und birgt daher sehr großes Potenzial. Zweitens besteht vor Ort ein sehr großes Interesse daran, die positive ökonomische Entwicklung der Region voranzutreiben und der Flugbetrieb leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Drittens steht die Regierung der Region Bryansk voll hinter dem Projekt.

Sie wollen die Strecke Bryansk - Moskau - St. Petersburg anbieten. Vor drei Jahren scheiterte die russische Regio Avia mit diesem Angebot. Warum glauben Sie, dass Air Alps erfolgreich sein wird?

Gast: Die Gründe für das Scheitern von Regio Avia kennen wir nicht. Ich weiß nur, dass die Voraussetzungen für einen Erfolg der Air Alps erfüllt werden.

Warum wählte der russische Partner Ihre Airline und nicht eine lokale?

Gast: Die Air Alps bietet Service auf höchster Qualität, ist sofort einsatzbereit und verfügt derzeit über freie Kapazitäten.

Werden Sie dafür lokales Personal anstellen?

Gast: Wir werden sowohl unser bereits vorhandenes Personal beibehalten, als auch zusätzliches lokales beschäftigen.

Wie viele Flüge sind denn vorgesehen?

Gast: Wir werden ehestmöglich mit einer Rotation pro Tag starten und Schritt für Schritt weitere Flüge durchführen.

Wer steht hinter der Investorengruppe Refca?

Gast: Die Investorengruppe Russian-European Finance & Consulting Agency (Refca) vereint mehrere russische Investoren, darunter auch den Flughaften Bryansk und die Region.

Über das Unternehmen ist kaum etwas bekannt. In welchen Bereichen ist es aktiv?

Gast: Das Unternehmen ist sehr erfolgreich in der Entwicklung und Umsetzung von Großprojekten tätig, auch im Infrastrukturbereich und bei Private-Public-Partnership-Modellen.

Bislang ist keine Kapitalbeteiligung vorgesehen. Könnte es dennoch sein, dass Air Alps dereinst ganz an die Russen geht?

Gast: Die bisherigen Verhandlungen sind sehr gut verlaufen, beschränkten sich aber auf die Übernahme des Flugbetriebs. Daher bleiben die Eigentumsverhältnisse im Moment wie sie sind. In nächster Zeit wird das weitere Vorgehen mit der russischen Investorengruppe abgestimmt und wir werden sehen, wohin die weitere Zusammenarbeit führt.

Planen Sie neben der Strecke in Russland auch anderswo einen Ausbau?

Gast: Wir verfolgen derzeit noch weitere Pläne, können dazu allerdings noch keine nähere Aussage machen.

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