Dunkle Wolken über Fastjet: Die afrikanische Airline streitet mit ihrem Lizenzgeber und Anteilseigner Easyjet.

Panafrikanische BilligairlineStreit um Fastjet eskaliert

Die panafrikanische Airline und ihr Großaktionär Stelios Haji-Ioannou geben sich Saures. Der hatte in einem offenen Brief eine mögliche Insolvenz von Fastjet erwähnt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Fastjet kämpft ums Überleben. Großaktionär Stelios Haji-Ioannou, der einst die britische Billigairline Easyjet gegründet hatte, hat in einem offenen Brief die Überlebensfähigkeit der Billigfluggesellschaft angezweifelt. Die Aktien der panafrikanischen Airline waren nach einer Gewinnwarnung bereits um die Hälfte eingebrochen. Nach Bekanntwerden des Schreibens fielen sie um weitere 17 Prozent.

Der Brite mit zypriotischen Wurzeln moniert, dass die Airline aufgehört hat, ihre monatlichen Zahlen zur Auslastung zu veröffentlichen und ihm keine Cash-Flow-Zahlen mehr liefere. «Wenn unser Lizenznehmer seine Schulden nicht zahlen kann und die Flüge gegroundet werden, dann werden viele Passagiere, die ihre Tickets im Voraus bezahlt haben, ihr Geld verlieren. Das wird unsere Marke beschädigen», so Haji-Ioannou. Außerdem drohte er, die Lizenz für die Marke Fastjet, die seiner Easy Group gehört, wegen Vertragsverletzungen zu entziehen.

Rechtsstreit hängt über Fastjet

«Wir verstehen nicht, warum Easy Group als Aktionär oder als Markenbesitzer diesen Brief schreibt, ohne diese Sorge zuerst mit uns zu besprechen», verkündet Colin Child, der Aufsichtsratschef von Fastjet. «Wir erwägen rechtliche Schritte. Easy Group ist verantwortlich für den entstandenen Geschäftsschaden.» Haji-Ioannou antwortet mit einer Gegenattacke – Fastjet würde den Lizenzvertrag verletzen, weil sie keinen verantwortlichen Manager benannt haben, nachdem der bisherige Chef Ed Winter nach der Gewinnwarnung vor rund zwei Wochen zurückgetreten ist: «Potenzieller Lizenzvertragsbruch ist eine sehr ernstzunehmende Angelegenheit», so der Manager.

Haji-Ioannou liegt seit längerem mit dem Management von Fastjet im Zwist. Im Mai 2012 war Fastjet einen Lizenzdeal mit Easy Group eingegangen, mit dem sie den Namen gegen Zahlung einer Lizenzgebühr nutzen dürfen. Fastjet nahm 2012 den Flugbetrieb als erste Pan-afrikanische Fluggesellschaft auf. Seitdem beförderte sie knapp zwei Millionen Passagiere. Die Schwanzflossen der Fastjet-Flugzeuge  sind mit einem stilisierten afrikanischen Graupapagei verziert.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Easyjet führt Last-Minute-Funktion für spontane Reisen ein

ticker-easyjet

Easyjet legt 13 neue Winterstrecken auf - neue Flüge ab Berlin und Genf

Airbus A320 von Easyjet: Das Flugzeug hatte nicht genug Piste.

Airbus A320 von Easyjet nutzte zu kurze Startstrecke und überflog das Ende der Bahn in nur 20 Metern Höhe

ticker-easyjet

Streiks in Italien am 13. Juni - Easyjet stark betroffen

Video

Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies