Dunkle Wolken über Fastjet: Die afrikanische Airline streitet mit ihrem Lizenzgeber und Anteilseigner Easyjet.

Panafrikanische BilligairlineStreit um Fastjet eskaliert

Die panafrikanische Airline und ihr Großaktionär Stelios Haji-Ioannou geben sich Saures. Der hatte in einem offenen Brief eine mögliche Insolvenz von Fastjet erwähnt.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Fastjet kämpft ums Überleben. Großaktionär Stelios Haji-Ioannou, der einst die britische Billigairline Easyjet gegründet hatte, hat in einem offenen Brief die Überlebensfähigkeit der Billigfluggesellschaft angezweifelt. Die Aktien der panafrikanischen Airline waren nach einer Gewinnwarnung bereits um die Hälfte eingebrochen. Nach Bekanntwerden des Schreibens fielen sie um weitere 17 Prozent.

Der Brite mit zypriotischen Wurzeln moniert, dass die Airline aufgehört hat, ihre monatlichen Zahlen zur Auslastung zu veröffentlichen und ihm keine Cash-Flow-Zahlen mehr liefere. «Wenn unser Lizenznehmer seine Schulden nicht zahlen kann und die Flüge gegroundet werden, dann werden viele Passagiere, die ihre Tickets im Voraus bezahlt haben, ihr Geld verlieren. Das wird unsere Marke beschädigen», so Haji-Ioannou. Außerdem drohte er, die Lizenz für die Marke Fastjet, die seiner Easy Group gehört, wegen Vertragsverletzungen zu entziehen.

Rechtsstreit hängt über Fastjet

«Wir verstehen nicht, warum Easy Group als Aktionär oder als Markenbesitzer diesen Brief schreibt, ohne diese Sorge zuerst mit uns zu besprechen», verkündet Colin Child, der Aufsichtsratschef von Fastjet. «Wir erwägen rechtliche Schritte. Easy Group ist verantwortlich für den entstandenen Geschäftsschaden.» Haji-Ioannou antwortet mit einer Gegenattacke – Fastjet würde den Lizenzvertrag verletzen, weil sie keinen verantwortlichen Manager benannt haben, nachdem der bisherige Chef Ed Winter nach der Gewinnwarnung vor rund zwei Wochen zurückgetreten ist: «Potenzieller Lizenzvertragsbruch ist eine sehr ernstzunehmende Angelegenheit», so der Manager.

Haji-Ioannou liegt seit längerem mit dem Management von Fastjet im Zwist. Im Mai 2012 war Fastjet einen Lizenzdeal mit Easy Group eingegangen, mit dem sie den Namen gegen Zahlung einer Lizenzgebühr nutzen dürfen. Fastjet nahm 2012 den Flugbetrieb als erste Pan-afrikanische Fluggesellschaft auf. Seitdem beförderte sie knapp zwei Millionen Passagiere. Die Schwanzflossen der Fastjet-Flugzeuge  sind mit einem stilisierten afrikanischen Graupapagei verziert.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Easyjet: Ein solches Flugzeug hatte Probleme mit dem Frachtraum.

Flug von Easyjet landet in Berlin – ohne ein einziges Gepäckstück an Bord

ticker-easyjet

Easyjet rüstet letzte Airbus A320 mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet setzt zweiten A321 Neo ab Berlin ein und rüstet letzte Airbus A320 am BER mit Sharklets nach

ticker-easyjet

Easyjet springt nach Eurostar-Ausfall mit Zusatzflug und größeren Jets zwischen London und Paris ein

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies