Dunkle Wolken über Fastjet: Die afrikanische Airline streitet mit ihrem Lizenzgeber und Anteilseigner Easyjet.

Panafrikanische BilligairlineStreit um Fastjet eskaliert

Die panafrikanische Airline und ihr Großaktionär Stelios Haji-Ioannou geben sich Saures. Der hatte in einem offenen Brief eine mögliche Insolvenz von Fastjet erwähnt.

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Fastjet kämpft ums Überleben. Großaktionär Stelios Haji-Ioannou, der einst die britische Billigairline Easyjet gegründet hatte, hat in einem offenen Brief die Überlebensfähigkeit der Billigfluggesellschaft angezweifelt. Die Aktien der panafrikanischen Airline waren nach einer Gewinnwarnung bereits um die Hälfte eingebrochen. Nach Bekanntwerden des Schreibens fielen sie um weitere 17 Prozent.

Der Brite mit zypriotischen Wurzeln moniert, dass die Airline aufgehört hat, ihre monatlichen Zahlen zur Auslastung zu veröffentlichen und ihm keine Cash-Flow-Zahlen mehr liefere. «Wenn unser Lizenznehmer seine Schulden nicht zahlen kann und die Flüge gegroundet werden, dann werden viele Passagiere, die ihre Tickets im Voraus bezahlt haben, ihr Geld verlieren. Das wird unsere Marke beschädigen», so Haji-Ioannou. Außerdem drohte er, die Lizenz für die Marke Fastjet, die seiner Easy Group gehört, wegen Vertragsverletzungen zu entziehen.

Rechtsstreit hängt über Fastjet

«Wir verstehen nicht, warum Easy Group als Aktionär oder als Markenbesitzer diesen Brief schreibt, ohne diese Sorge zuerst mit uns zu besprechen», verkündet Colin Child, der Aufsichtsratschef von Fastjet. «Wir erwägen rechtliche Schritte. Easy Group ist verantwortlich für den entstandenen Geschäftsschaden.» Haji-Ioannou antwortet mit einer Gegenattacke – Fastjet würde den Lizenzvertrag verletzen, weil sie keinen verantwortlichen Manager benannt haben, nachdem der bisherige Chef Ed Winter nach der Gewinnwarnung vor rund zwei Wochen zurückgetreten ist: «Potenzieller Lizenzvertragsbruch ist eine sehr ernstzunehmende Angelegenheit», so der Manager.

Haji-Ioannou liegt seit längerem mit dem Management von Fastjet im Zwist. Im Mai 2012 war Fastjet einen Lizenzdeal mit Easy Group eingegangen, mit dem sie den Namen gegen Zahlung einer Lizenzgebühr nutzen dürfen. Fastjet nahm 2012 den Flugbetrieb als erste Pan-afrikanische Fluggesellschaft auf. Seitdem beförderte sie knapp zwei Millionen Passagiere. Die Schwanzflossen der Fastjet-Flugzeuge  sind mit einem stilisierten afrikanischen Graupapagei verziert.

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