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AF447: Vier Minuten bis zur Ewigkeit

Mitten in der Gewitterfront verloren die Piloten des Airbus A320 wegen einer Störung die Kontrolle über die Maschine, meldet ein Magazin.

PBS

Animation des Absturzes

Es wird die Woche der Wahrheit im Fall der Ermittlungen im Fall des Unglücksfluges. Am Freitag, 27. Mai 2001, wollen die französischen Behörden einen Zwischenbericht zur Auswertung der beiden Blackboxes abgeben. „Es werden faktuelle und beschreibende Elemente sein, keine Analysen“, erklärte ein Sprecher des Bureau d’Enquêtes et d’Analyses pour la sécurité de l’Aviation civile in Paris. Gemäss dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ könnte dem Stimmenrekorder in der Aufklärung eine znetrale Rolle zukommen. Der Pilot war demnach nicht im Cockpit, als das Unglück seinen Lauf nahm. Auf den Aufnahmen des Stimmenrekorders jedenfalls soll zu hören sein, wie der 58-Jährige ins Cockpit stürzt. „Er hat den beiden Kopiloten noch Anweisungen zugerufen, um den Flieger zu retten“, zitiert das Magazin einen Experten aus Ermittlerkreisen. Von da an bis zum Absturz soll es bloss vier Minuten gedauert haben. Die Abwesenheit des Piloten ist allerdings nicht ungewöhnlich. Auf Langstreckenflügen ist er üblicherweise für den Start verantwortlich und legt sich danach zur Ruhe, um später wieder das Kommando zu übernehmen.

Die Flugbahn, aufgezeichnet in der Black Box, zeige auch, so „Der Spiegel“ weiter, dass die Besatzung die heftige Gewitterfront in der Nacht auf den 1. Juli 2009 zu umfliegen. Doch dann geschah gemäss dem Magazin das Tragische: Eiskristalle aus dem Unwetter verstopften die Geschwindigkeitsmesser, die so genannten Pitot-Sonden. „Der Datenschreiber verzeichnet kurz nach dem Ausfall der Geschwindigkeitsanzeigen ein steiles Hochziehen der Maschine“, sagte ein Experte dem Blatt. Das könnte einen Strömungsabriss und damit den Absturz verursacht haben. Denn in einer derart hohen Reiseflughöhe muss ein Jet innerhalb einer sehr engen Geschwindigkeitsspanne fliegen, um nicht abzustürzen. Ohne verlässliche Angaben über die tatsächliche Geschwindigkeit wird es für Piloten daher sehr schwierig, das Flugzeug noch zu steuern.

Diese Theorie deckt sich mit der These des amerikanischen Fernsehsenders PBS, der den Absturz mit Experten analysiert hatte und zum Schluss kam, dass eine Vereisung der Sonden zum Absturz des Airbus A320 geführt hatte, bei dem alle 228 Menschen an Bord starben (siehe Video).



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