Bergung des Leitwerks: Piloten waren offenbar ahnungslos.

AF447: Ratlos im Cockpit

Ein internes Air-France-Papier zeigt: Die Piloten der Unglücksmaschine hatten offenbar keine Ahnung, was mit der Maschine nicht stimmte.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Immer noch beschäftigen sich die französischen Behörden mit dem Absturz der Air France Maschine AF447 auf dem Weg von Rio nach Paris im Jahr 2009. Die Zeitung Le Figaro berichtet nun, dass der Absturz auch aufgrund des Versagens der Piloten passieren konnte. Ein internes Papier der Fluggesellschaft, dass der Zeitung in die Hände kam, beschäftigt sich mit möglichen Gefahrensituationen. Das Schreiben wurde im November 2008 an die Piloten verteilt - und die beschriebenen Szenarien lesen sich, so die Zeitung, wie eine Beschreibung des Unfalls des Flugs AF447. Und geben Anweisungen, wie sich die Crew unter anderem in Situationen verhalten soll, denen es in Folge einer Vereisung der Geschwindigkeitsmesser zu einem Strömungsabriss kommt.

In einem solchen Fall soll die Crew laut den Anweisungen nur behutsame Korrekturen vornehmen. Die Informationen aus dem Flugschreiber haben nun ergeben, dass die Piloten sich daran überhaupt nicht gehalten haben. Offenbar haben sie die Nase des Fliegers in einem viel zu steilen Winkel nach oben gerissen. Dies haben sie vor allem auch dann noch getan, als sie eine automatische Warnung vor Strömungsabriss bekommen haben (Stall-Warnung). Das hatte den Kontrollverlust und den Absturz innerhalb von dreieinhalb Minuten in den Atlantik zur Folge. Eigentlich hätten die Piloten spätestens nach der Warnung die Nase des Airbus senken sollen, um das Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bringen.

Zu wenig Erfahrung

Laut mehreren Quellen aus dem Unternehmen hatten die Piloten offenbar überhaupt keine Ahnung, was genau gerade vor sich ging. Sie reagierten auch auf die Alarmsignale nicht. Interne Kreise bei Air France vermuten, dass die Crew zu wenig Erfahrung hatte. Für die Ermittler gilt es jetzt zu klären, ob der Absturz tatsächlich ganz auf den Fehlern der Piloten beruht, oder ob es auch an Fehlinformationen im Cockpit wie etwa den falschen Daten der Pitot-Sonden gelegen haben kann.

Video

Kabine des Airbus A321 XLR von United: Bald nach Toulouse unterwegs.
Lufthansa sorgt mit Flug LH2222 nach Toulouse seit Jahren für unterhaltsame Ansagen. Nun greift United Airlines die Idee auf: Die neue Verbindung von Washington nach Toulouse bekommt ausgerechnet die Flugnummer UA222.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a320 fly aryztan feuer
Rauch und Flammen an einem Airbus A320 von Fly Arystan: Während routinemäßiger Wartungsarbeiten am Flughafen Almaty brach ein lokal begrenzter Brand aus. Passagiere und Crew waren nicht an Bord, ein Mitarbeiter wurde jedoch verletzt.
Timo Nowack
Timo Nowack
northeast airlines boeing 737 800 frachter
Bis 1972 flog im Nordosten der USA Northeast Airlines. Nun soll der Name an den Himmel zurückkehren - als Frachtfluggesellschaft mit Boeing 737-800.
Timo Nowack
Timo Nowack