Flieger von Ethiopian: Offenbar gab es keine Explosion im Cockpit.

Führte schlechtes Essen zum Absturz?

Ermittler veröffentlichten neue Ergebnisse zum Crash von Flug ET409 von Ethiopian vor zwei Jahren. Die Crew kommt schlecht weg.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Ein lautes, explosionsartiges Geräusch war das letzte, was man aus dem Cockpit von Flug ET409 hörte. Kurz darauf stürzte die Maschine von Ethiopian Airlines am 25. Januar 2010 ins Mittelmeer. Aufgrund des Knalls war damals zunächst von einer Explosion als Unfallursache die Rede. Desta Zeru, Vizepräsident des Bereich Flight Operations bei Ethiopian, sprach damals von einem Schuss, einem Blitzschlag oder einer Explosion, welche zum Crash kurz nach dem Start in Beirut führte.

Doch zwei Jahre später zeichnen Untersuchungsergebnisse der libanesischen Untersuchungsbehörden ein anderes Bild. Sie deuten auf menschliches Versagen hin. Die Crew habe Geschwindigkeit, Höhe und Richtung nicht richtig eingeschätzt und so die Kontrolle über den Flieger verloren, heißt es in dem Bericht. Auch wenn die Maschine in stürmischem Wetter schwierigen Bedingungen ausgesetzt war – die Untersuchungen zeigen keine Anzeichen von schweren Turbulenzen oder Blitzschlag.

Keine Explosion

Auch auf eine Explosion deutet nichts hin. Vielmehr sei es wahrscheinlich, dass die Piloten der Boeing B737-800 durch verschiedene äußere Einflüsse nicht vollkommen bei der Sache waren. So heißt es in dem libanesischen Bericht etwa, der Pilot habe 188 Flugstunden in 51 Tagen hinter sich gebracht – mit der minimalen Ruhezeit. Chonische Müdigkeit habe sein Reaktions- und Einschätzungsvermögen wohl negativ beeinflusst.

Außerdem wurden die Ermittler auf eine Unterhaltung der Crew im Cockpit aufmerksam. Alle hatten sie nach dem Abendessen ein merkwürdiges Gefühl gehabt und danach schlecht geschlafen. Eine banale Aussage, die aber auch Rückschlüsse auf die physische Verfassung der Besatzung zulässt. Ethiopian Airlines jedoch bleibt bei den Annahme einer Explosion. Die Ermittler im Libanon hätten wichtige Informationen zurück gehalten. Mit dem Ergebnis will man sich bei der Airline daher nicht zufrieden geben.

Mehr zum Thema

ticker-ethiopian

Umbau zum Frachter der ersten Boeing 777 für Ethiopian Airlines hat begonnen

ticker-ethiopian

45 Millionen Dollar an Einnahmen von Ethiopian Airlines in Russland blockiert

ticker-ethiopian

Malediven gewähren Ethiopian Airlines Fünfte-Freiheit-Rechte für Ziele in Asien und Ozeanien

ticker-ethiopian

Ethiopian Airlines erhält erste De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter Classic 300-G

Video

«Habe a nice trip»: Liebe Botschaft vor Abflug.
Manchmal braucht es für einen besonderen Abschied nicht mehr als Wasser und ein bisschen Kreativität. Das bewies nun ein Mitarbeiter von Japan Airlines.
Redaktion
airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies