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Flugzeug in Nepal abgestürzt

Eine Twin Otter von Nepal Airlines mit 18 Menschen an Bord verschwand auf einem Flug in die Berge vom Radar. Nun ist klar: Die 43-jährige Maschine ist abgestürzt.

calflier001/Flickr/CC

Twin Otter von Nepal Airlines: Uralte Maschinen.

Die de Havilland Canada DHC-6 Twin Otter startete am Sonntag (16. Februar) um 12:43 Uhr Lokalzeit in Pokhara. In der mittelnepalesischen Stadt verbringen viele Touristen einige Tage, bevor sie in die Berge zum Trekking weiterfliegen. Die Maschine der staatlichen Nepal Airlines hätte die 15 Passagiere in die westnepalesische Ortschaft Jumla auf 2500 Meter über Meer bringen sollen. Als Fracht hatte sie auch Brennstoff geladen, wie lokale Medien berichten.

Doch am Ziel kam das Flugzeug nie an. Die Twin Otter mit der Registrierung 9N-ABB hatte um 13:13 Uhr zum letzten Mal Funkkontakt. Sie hatte sich beim Kontrollturm des Flughafens Bhairahawa gemeldet. Danach verschwand sie spurlos vom Radar. Wie von den Behörden inzwischen bestätigt wurde, stürzte das 43-jährige Flugzeug beim Ort Khidim im Distrikt Arghakhanchi ab. An Bord waren neben den 15 Passagieren (darunter ein Tourist aus Dänemark und ein Kind) auch drei Besatzungsmitglieder.

Im Mai bereits ein Unfall von Nepal Airlines

Das Wrack wurde aber bis zum Sonntagabend nicht gefunden. Schlechtes Wetter behinderte die Suche im unwegsamen Gelände. Offenbar wollte der Pilot mit der Maschine notlanden. Warum und wohin er wollte, konnte er der Flugaufsicht aber nicht mehr mitteilen, wie die Zeitung Republica schreibt.

Vergangenen Mai hatte eine andere Twin Otter von Nepal Airlines einen Unfall. Bei der Landung am Gebirgsflughafen Jomsom geriet die Maschine von der Piste und stürzte in ein Flussbett. Fünf Menschen wurden dabei schwer verletzt. Nach dem neuerlichen Absturz sind nun beide Maschinen der Regionalflotte von Nepal Airlines unbrauchbar.

Viele Airlines nachlässig bei der Sicherheit

Experten kritisieren seit langem die Sicherheit in Nepal. Schuld seien weniger die schwierigen geographischen Verhältnisse, als die Fluggesellschaften selbst. «An den Unfällen ist eher die Nachlässigkeit vieler Airlines in Bezug auf die Sicherheit schuld», so der auf Luftfahrtrecht spezialisierte nepalesische Wirtschaftsanwalt Gandhi Pandit. Es gebe zu viele Fluglinien und zuwenig gutes Personal.



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