Datenschreiber von Flug 4U9525: Stark lädiert, aber noch auswertbar.

Germanwings-Flug 4U9525Kopilot erhöhte Geschwindigkeit

Die französischen Ermittler werteten den Flugdatenschreiber ein erstes Mal aus. Die Analyse bestätigte die Absicht des Kopiloten, den Germanwings-Airbus absichtlich abstürzen zu lassen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Viele kritisierten den französischen Staatsanwalt, als er schon zwei Tage nach dem Absturz den Kopiloten des Airbus A320 von Germanwings für das Unglück verantwortlich machte. Nun zeigt sich immer klarer, dass er wohl guten Grund und auch vertiefte Informationen hatte, die ihn zu diesen Aussagen veranlassten. Wie die französische Flugunfall-Behörde Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA) pour la Sécurité de l'Aviation civile meldet, wurde der gestern gefundene Flugdatenschreiber ein erstes Mal analysiert. Dabei zeigten sich klare Absichten eines bewusst herbeigeführten Crashs.

Der Pilot im Cockpit habe den Autopiloten dazu benutzt, um einen Sinkflug auf rund 100 Fuß einzuleiten, schreibt das BEA in einer Medienmitteilung vom 3. April. Zudem habe er während des Sinkens den Autopiloten mehrmals manipuliert, um die Geschwindigkeit des Airbus A320 zu erhöhen. Die Maschine soll gemäß unbestätigten Angaben mit rund 800 Kilometern pro Stunde in die Felswand in den französischen Alpen gekracht sein. Das BEA arbeitet nun daran, den Ablauf des Fluges exakt nachzuvollziehen.

Krankheit des Kopiloten im Zentrum

Gestern hatte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gemeldet, dass sich der Kopilot vor Flug 4U9525 über Selbstmord informiert hatte. Es sei um Umsetzungsmöglichkeiten der Selbsttötung gegangen. Das fanden die Ermittler bei der Auswertung des Tablet-Computers des Kopiloten heraus. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass der 27-Jährige nicht nur eine suizidale Vorgeschichte hatte, die aber als geheilt betrachtet wurde. Er hatte in letzter Zeit auch erneut diverse Ärzte wegen eines medizinischen Problems aufgesucht.

Die Suchtrupps hatten am Donnerstag an der Absturzstelle den Flugdatenschreiber gefunden. Das Gerät wurde beim Aufprall stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Daten waren aber noch brauchbar. Der Flugdatenschreiber zeichnet Daten wie Höhe, Geschwindigkeit, Kurs, Neigungswinkel oder Triebwerksdaten auf. Er ist ein Teil der Blackbox. Der andere ist der Stimmenrekorder, der Geräusche im Cockpit festhält. Er wurde gleich nach dem Crash entdeckt.

Mehr zum Thema

Airbus A319 Germanwings: Nun ist die Fluglinie definitiv Geschichte.

Jetzt ist auch die rechtliche Hülle weg: Lufthansa Group begräbt Germanwings endgültig

Eine Boeing 747 der Corsair am Flughafen Schönefeld.

Schönefeld - vom DDR- zum Billigflieger-Flughafen

Eurowings entstand am 1. Februar 1993 aus der Fusion von Nürnberger Flugdienst NFD und Reise- und Industrieflug RFG.

500 Mark, Flamingos und Flüge für KLM - wie Eurowings zu Lufthansa fand

CRJ 900 von Lufthansa Cityline: Ein Flieger wie dieser war aktuell betroffen.

Lufthansa macht bei Cityline 2 vorwärts

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack