Airbus A330 von Saudia: Ausbleibende Zahlungen.

Klage der LeasingfirmaKann Saudia ihre Airbus-Jets nicht mehr bezahlen?

Die saudi-arabische Airline bestellte über eine Leasingfirma 30 A320 Neo und 20 A330. Das Finanzunternehmen klagt nun wegen ausbleibender Ratenzahlungen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der Deal, der jetzt Ärger macht, wurde bereits von fünf Jahren abgeschlossen. 2015 bestellte Saudia 30 Airbus A320 Neo sowie 20 Airbus A330-300. Abgewickelt wurde die Bestellung in Höhe von umgerechnet sieben Milliarden Euro mit dem saudi-arabischen Leasinggeber Arab Leasing International Finance Alif, welche die Flugzeuge kaufte und an Saudia vermietet.

Das Finanzunternehmen hat gegen Saudia eine Klage bei einem Gericht in London eingereicht, wie die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Alif fordert von Saudia ungerechnet insgesamt 391 Millionen Euro wegen nicht bezahlter Miet- und Wartungskosten für die Jets sowie zusätzlichen Schadensersatz.

Saudia wollte Zahlungen zuvor kürzen

Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Saudia die Grundmiete nicht mehr zahlt. Zuvor habe sie erfolglos versucht, ihre Zahlungen an Alif zu kürzen. Ebenso hat die Airline ohne Einverständnis der Leasingfirma Triebwerke und Komponenten der Flugzeuge ausgetauscht.

Gegenüber Reuters beteuert Saudia, zu ihren vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Man sei dazu bereit, sich gegen unzutreffende Ansprüche zu verteidigen. «Wir befinden uns derzeit in Gesprächen, um vertragliche Differenzen zu lösen», heißt es in einer Mitteilung der Airline, in der weiter steht: «Wir glauben, dass sich am Ende der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird».

Klage inmitten der Covid-19-Pandemie

Für Saudia kommt der Rechtsstreit inmitten der Coronakrise zur Unzeit. Insbesondere der Wegfall der diesjährigen Pilgerflüge nach Mekka trifft die Fluglinie schwer. Ob es Staatliche Hilfen gibt, bleibt für die saudi-arabische Fluglinie bislang ungewiss.

Mehr zum Thema

Saudia stockt die Order von bisher 35 Flieger der A320-Neo-Familie deutlich auf. Bis zu 100 Flugzeuge will sie neuerdings in die Flotte aufnehmen. 30 zusätzliche Exemplare hat sie fest geordert, darunter 15 A321 XLR. Für 35 weitere Exemplare hat sie sich eine Option gesichert.

Saudia will A321 XLR und stockt Order für Neos massiv auf

Jets von Saudia am Flughafen Riad: Wie wandelt sich die Flotte?

Saudia liebäugelt mit A350 oder mehr Dreamlinern

Boeing 777-9: Bald in der Flotte von Saudia?

Boeing hofft auf 777X-Order von Saudia

Airbus A321 XLR: Airbus verpasst auch dem Rest der A320-Neo-Famile Updates vom Airbus A321 XLR.

Airbus macht den A321 Neo besser – mit Technik aus dem Airbus A321 XLR

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies