Letzte Aktualisierung: 18:32 Uhr

Russische Zuschüsse

Mehr Routen und Millionen für Krim-Tourismus

Die Regierung in Moskau will mehr russische Touristen auf die annektierte Halbinsel Krim locken. Dazu stockt sie ihre Subventionen auf.

Aeroflot

Arbeiter von Aeroflot: Die Fluggesellschaft ist Teil des Programms.

Die Strände der Krim waren schon 2015 ungewohnt leer. Die Touristen aus der Ukraine blieben aus, dafür sollten nach Plänen der Regierung in Moskau russische Urlauber auf die annektierte Halbinsel reisen – dazu bezuschusste sie Flüge. Dieses Programm wurde Ende März 2017 nun zum wiederholten Male ausgebaut: Die Luftfahrtbehörde des Landes erhöhte die Subventionen auf 475,4 Millionen Rubel (7,8 Millionen Euro) für die Zeit vom 15. Mai bis 30. November 2017, wie Air Transport World berichtet.

Im vergangenen Jahr waren es noch zwei Wochen weniger: Vom 1. Juni bis 30. November 2016 hatte die Regierung 397,7 Millionen Rubel (6,5 Millionen Euro nach heutigem Wechselkurs) in das Programm gepumpt und damit Reisen von 117’443 Passagieren bezuschusst. 2017 sollen es nun 141’500 Reisende werden.

Mehr Routen, weniger Airlines

Zum Krim-Flughafen Simferopol kommen sollen diese Passagiere über 61 subventionierte Flugrouten. Neu mit dabei sind die Städte Sochi, Orsk und Syktyvkar. Dafür nehmen nach elf Fluggesellschaften im Vorjahr nun lediglich sieben an dem Programm teil: Aeroflot Airline, Alrosa Airline, S7 Airlines, Saratov Airlines, Red Wings, Izhavia und Ural Airlines.

Die Subventionen gibt es seit 2014. Davon profitieren können russische Bürger, die jünger sind als 23 Jahre, oder Pensionäre ab 55 (Frauen) beziehungsweise 60 (Männer) Jahren.

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